Aktualisiert 28.11.2004 20:10

Gefährliche Abkürzung: Mann erlitt Stromschlag

Ein 20-Jähriger wurde gestern Morgen auf einem Silowagen in Bülach durch einen Lichtbogen lebensgefährlich verletzt: Er hatte verbotenerweise die Geleise überquert.

Der 20-Jährige holte mit einem Kollegen zusammen Geld an einem Bancomaten. Beim Rückweg zur Disco Glasshouse nahmen sie die Abkürzung über die Geleise, statt die Unterführung zu benutzen. Aus bisher unbekannten Gründen stieg der junge Mann auf einen Silowagen. Er kam dabei den Fahrleitungsdrähten zu nahe und löste einen so genannten Lichtbogen aus. «Der Mann wurde durch den Stromstoss vom Bahnwagen auf die Geleise geschleudert», so Kapo-Sprecherin Cornelia Schuoler. «Dort blieb er mit schweren Verbrennungen und inneren Verletzungen liegen.» Er musste ins Spital überführt werden.

Der Stadtpolizei Bülach ist diese Stelle bekannt: Immer wieder passieren vorwiegend junge Leute unerlaubt die Geleise. «Allein in diesem Jahr wurden dort bereits 130 Jugendliche gebüsst», sagt Hanspeter Handle, Chef der Stadtpolizei. «Und auch im Jahr 2003 wurden mehr als 100 Bussen verteilt.»

Um weiteres Unheil zu verhindern, soll nun eine Tafel angebracht werden, die auf die 150 Meter entfernte Unterführung hinweist.

(dzs)

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