Swiss E-Prix in Bern : Gefährliche Crashes sind programmiert
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Swiss E-Prix in Bern Gefährliche Crashes sind programmiert

Eine spektakuläre Berg- und Talfahrt erwartet die Formel-E-Piloten am 22. Juni in der Stadt Bern. Nur wer die schwierige Strecke beherrscht, hat eine Chance.

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miw / km

Rennfahrer Sébastien Buemi und Testfahrerin Simona de Silvestro sprechen über den Swiss E-Prix. (Video: km/miw)

In etwas mehr als einem Monat geht es los: Am 22. Juni treten inmitten der Stadt Bern namhafte Rennfahrer zum Swiss E-Prix an. Mit Elektroantrieb werden sich dort Grössen wie Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa, Jean-Éric Vergne oder der Schweizer Ex-Weltmeister Sébastien Buemi ein hitziges Rennen liefern. Mit bis zu 250 Stundenkilometern fahren sie mit den neuen Gen2-Autos durch die Stadt.

Doch genau so wichtig wie die Leistung am Renntag sind die bevorstehenden Vorbereitungen. Die Teams werden in den nächsten Wochen die Strecke rund um den Berner Rosengarten genau studieren. Strategisch wird der 2,668 Kilometer lange Rundkurs mittels Simulator analysiert, die virtuelle Strecke wird aus dem nachgebauten Cockpit unzählige Male abgefahren.

Berner Achterbahn für E-Piloten

Dabei zeigt sich der «Track» beim Aargauerstalden und Bärengraben für die internationalen Rennställe als besonders schwierige Knacknuss: «Da die Stecke ständig bergauf und -ab führt, ist dieser E-Prix für alle eine grosse Herausforderung», sagt Simona de Silvestro, Testfahrerin von Team Venturi, dem Felipe Massa und Edoardo Mortara angehören.

Die Piloten müssen auf dieser «Achterbahn» ständig schalten, was viel Akku verbrauche. «Die vorhandene Energie muss deswegen schlau eingeteilt werden», sagt de Silvestro. So ist klar: Wer in Bern gewinnen will, hat seine Fahrtechnik bereits im Vorfeld zu optimieren.

«Attack Mode» auf Berner Strassen

Aber nicht nur die 45-minütige Berg- und Talfahrt fürchten die 22 Piloten; am E-Prix in Bern werden auch viele Crashs erwartet. «Weil die Strecke technisch sehr herausfordernd ist, wird es viele Zusammenstösse geben», sagt Formel-E-CEO Alberto Longo.

Auch ein neues Element des Formel-E wird für gefährliche Zweikämpfe im sorgen. Durch den sogenannten «Attack Mode» wird es zu waghalsigen Überholmanövern kommen. Mit dem neuen Feature steht den Fahrern während des Rennens kurzzeitig mehr Leistung zur Verfügung, um andere Autos zu überholen oder die Position zu verteidigen.

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