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Gefährliche Erdnüsse

Erdnüsse sind eine Gefahr für Kleinkinder. Sie können in die Atemwege gelangen und zu Atembeschwerden oder gar zum Ersticken führen.

Im Hinblick auf die Festtage hat das Kantonsspital Luzern am Montag einen entsprechenden Aufruf erlassen.

Jeweils zwischen November bis Januar werden an der HNO-Klinik (Hals, Nasen, Ohren) des Kantonsspital Luzern gehäuft Kleinkinder notfallmässig behandelt, denen Nüsse in die Atemwege geraten sind. Dabei müssen sie in Vollnarkose untersucht und behandelt werden.

Die Klinik führt das Beispiel eines zweijährigen Knaben an. Er spielt vergnügt im Wohnzimmer mit seinem Rennauto. Zwischendurch bedient er sich mit Erdnüssen. Er rennt umher. Plötzlich beginnt er zu husten und läuft blau an. Notfallmässig wird er ins Spital gebracht. Dort muss ihm in einer heiklen Operation ein Nüsschen aus der Luftröhre entfernt werden.

Tipps bei akuter Atemnot

Nüsse, Münzen und Sonnenblumenkerne sind laut der Luzerner HNO- Klinik die häufigsten Fremdkörper, die bei Kleinkindern in die Atemwege geraten. Deshalb sollten sie für die Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Bei plötzlicher Atemnot - Husten ist ein typisches Symptom - ist rasch zu handeln. Je länger zugewartet wird, umso schwieriger wird die Entfernung und umso häufiger treten gefürchtete Komplikationen (z.B. Lungenentzündung, Ersticken) auf.

In der Medienmitteilung gibt die Klinik Tipps für das Vorgehen bei akuter Atemnot:

- Kopf vornüber halten und aushusten lassen.

- Eventuell Kind von hinten umfassen und auf den Oberbauch drücken, um das Aushusten des Fremdkörpers zu unterstützen.

- Bei bleibendem Husten (auch nach ausgehusteten Erdnüssen) unbedingt den Arzt aufsuchen.

(sda)

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