Aktualisiert 29.10.2007 22:27

Gefährliche Feuerwerke im Stadion

Die Swiss Football League (SFL) lud gestern im Letzi zur grossen Feuerwerkshow ein, um auf das Gefahrenpotenzial der Pyros hinzuweisen.

Es war Ende November 2006: Der FCZ spielte im Hardturm gegen Basel. Noch vor Anpfiff steckten die Basler Fans ein meterlanges Transparent in Brand. «Ausgelöst durch eine Fernzündung», sagt Christian Schöttli von der SFL. Funken sprühten, eine gewaltige Rauchwolke stieg auf. Solche und ähnliche Bilder prägen immer wieder die Fussballspiele.

Peter Landolt, Sicherheitsexperte bei der SFL, gesteht zwar, dass «das Pyrozünden zurückgegangen ist», doch müsse Schlimmeres verhindert werden. «Durch die Feuerwerke kommt es immer wieder zu Rauchvergiftungen und schlimmen Verbrennungen», sagt Landolt. Eine Handfackel etwa könne weit über 1000 Grad Celsius heiss werden und Zuschauer in Gefahr bringen.

Eine neugegründete Fankommission der SFL soll nun das Feuer unter dem Stadiondach in Schach halten: «Wir setzen auf Prävention, schrecken aber nicht davor zurück, Fans anzuzeigen», sagt ihr Präsident Jörg Häfeli. Die Erfahrungen hätten aber gezeigt, dass durch Selbstregulierung in den Fanreihen viel bewirkt werden könne. Gleichzeitig sei vom Unispital ein Katastrophen-Plan für allfällige Brandopfer ausgearbeitet worden.

Romina Lenzlinger

FCZ-Fans zahlen Bussen nicht

FCZ-Verwaltungsrat René Strittmatter kündigte im Sommer an, sämtliche Bussen, die der Klub für das Fehlverhalten seiner Anhänger kassiert hatte, auf die Fans abzuwälzen. Nur: Laut FCZ-Anwalt Marcel Rochaix ist bis heute immer noch keine Zahlung eingetroffen. Mit den Gebüssten konnte noch keine Einigung getroffen werden. (rom)

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