Gefährliche Lawinenlage - junger Berner verschüttet
Aktualisiert

Gefährliche Lawinenlage - junger Berner verschüttet

Bei Lawinenniedergängen sind in den Schweizer Alpen mehrere Wintersportler verschüttet worden. In den meisten Fällen verliefen die Unglücke glimpflich. Ein am Donnerstag an der Lenk BE verschütteter Snowboarder konnte noch nicht geborgen werden.

Zwei Versuche, den 29-Jährigen aufzufinden, mussten am wegen akuter Lawinengefahr und starkem Wind abgebrochen werden. Gemäss Polizeiangaben war der Snowboarder mit einem Kollegen von der Engstligenalp in Richtung Wildstrubel unterwegs. Sie beschlossen jedoch, die Tour abzubrechen und nach Lenk zurückzukehren.

Einer der beiden Snowboader löste im Gebiet Ammerten-Schafberg auf 1900 Metern über Meer eine Lawine aus, die ihn mitriss. Sein Begleiter alarmierte die Rettungskräfte. Die Rega und die Air Glacier flogen zwei Bergführer ins Gebiet. Sie starteten eine Suchaktion, blieben jedoch erfolglos.

Glück im Unglück

Glück hatten am Freitag mehrere Wintersportler, die von Lawinen zum Teil mehrere hundert Meter weit mitgerissen wurden. Am Matzlenstock im Kanton Glarus wurde ein Skitourenfahrer kurz nach Mittag auf 1700 Metern über Meer von einer Lawine erfasst und 400 Meter in die Tiefe gerissen. Der 40-jährige Zürcher überstand das Unglück nur leicht verletzt und wurde von der Rega nach Glarus geflogen.

Am Mälchstöckli im Kanton Schwyz wurden zwei Skitourenfahrer auf 1600 Metern Höhe von einem Schneebrett erfasst. Einer der Männer wurde 50 Meter, der andere rund 150 Meter mitgerissen. Beide blieben unverletzt. Die 47- bzw. 52-jährigen Deutschen wurden von der Rega-Notärztin betreut mit einem Pistenfahrzeug zu Tal transportiert.

Am Chessispitz im Kanton Graubünden wurde ein Mitglied einer vierköpfigen Skitourengruppe auf 2400 Metern von einer Lawine erfasst. Der 33-jährige Zürcher wurde 300 Meter mitgerissen und fast ganz verschüttet. Er wurde von seinen Kameraden geortet und befreit und danach ins Spital Schiers geflogen.

Auf der österreichischen Seite des Wiss Platte geriet ein Mitglied einer sechsköpfigen deutschen Skitourengruppe in eine Lawine. Der 35-jährige Mann wurde mitgerissen und blieb nach 300 Metern auf den Schneemassen liegen. Bei der Bergung standen die Rega und ein österreichischer Polizeihelikopter im Einsatz.

Erhebliche Lawinengefahr

Durch die starken Winde hat sich die Lawinengefahr in den Alpen verschärft - es herrscht am Alpennordhang, im Wallis, im nördlichen Tessin und am Alpenhauptkamm vom Gotthardgebiet bis ins Berninagebiet gemäss Angaben des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung erhebliche Lawinengefahr.

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