Aktualisiert 06.07.2012 12:34

GP von Deutschland

Gefährliche neue Töff-Technik?

Die Suter-Piloten Tom Lüthi (25) und Marc Marquez (19) sind im ersten Training spektakulär gestürzt. Die Ursache der Unfälle könnte technischer Natur sein.

von
Klaus Zaugg, Sachsenring

Eskil Suter hat in seiner High-Tech-Töffschmiede in Turbenthal (ZH) für seine zwei wichtigsten Kunden eine neue Hinterrad-Schwinge entwickelt. Tom Lüthi und Marc Marquez haben diese Neuentwicklung im ersten Training zum GP von Deutschland auf dem Sachsenring erstmals eingesetzt. Beide sind kurz vor Trainingsschluss auf die gleiche Art und Weise gestürzt: Das Vorderrad rutschte weg. Marquez fuhr auf Platz zwei, Lüthi auf Rang sieben.

Suter bestätigte gegenüber 20 Minuten Online die Lieferung der neuen Hinterradschwinge. Lüthis Teamchef Therrell Thien erklärt 20 Minuten Online die Wirkung: «Eskil Suter hat aufgrund der Informationen, die wir im Laufe der Saison geliefert haben, eine neue Hinterradschwinge entwickelt. Das Ziel ist es, in Schräglage beim Beschleunigen eine noch bessere Bodenhaftung zu erreichen.»

Stürze wegen der Neuerung?

Tom Lüthi und Marc Marquez stürzten, weil das Vorderrad wegrutschte. Auf den ersten Blick also kein Zusammenhang mit der neuen Technik. Doch Thien sagt: «Wenn die Beschleunigung besser wird, dann braucht es auch mehr Druck auf dem Vorderrad. Wir haben die Sturzursache noch nicht genau analysiert. Aber möglicherweise braucht es eine Veränderung der Geometrie, um das Vorderrad stärker zu belasten.»

Dominique Aegerter hat für seine Suter-Maschine die neue Hinterradschwinge noch nicht erhalten. Er steht nach dem ersten Training gleich hinter Lüthi auf Rang 8. und ist sturzfrei über die Runden gekommen. Der Rohrbacher ist nach wie vor der einzige wichtige Pilot, der in dieser Saison weder im Training noch im Rennen noch nie gestürzt ist. Für Lüthi war es Sturz Nummer fünf in dieser Saison, für Marquez sogar Unfall Nummer sechs.

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