Waghalsig: Gefährliche Reuss-Sprünge
Aktualisiert

WaghalsigGefährliche Reuss-Sprünge

Wagemutige Jugendliche springen vom Dach des alten Turbinenhauses in die Reuss. Das EWL will nun reagieren.

von
Anne-Käthi Kremer

Verlockender Sprung ins kühle Nass: Jugendliche wagen sich am Mühleplatz aufs Dach des alten Turbinenhauses und springen von dort aus in die Reuss. «Ich mache das seit vier Jahren, das ist viel cooler als ein Sprungturm in der Badi», sagt ein 18-jähriger Reuss-Springer. Über die Spreuerbrücke klettern sie wieder aus dem Wasser – und der Spass kann von vorn beginnen.

Gar keine Freude hat man bei der Stadt. «Es ist verboten, auf dieses Dach zu klettern. Und dann noch runterspringen – das kann gefährlich werden», sagt Bernhard Jurt, Leiter des Strasseninspektorats. Er sowie die Hausbesitzerin, Energie Wasser Luzern (EWL), wussten nichts von den Reuss-Springern.

«Davon habe ich noch nie gehört, aber das geht natürlich nicht», sagt Iris Isenschmid, Leiterin Kommunikation beim EWL. «Wir werden prüfen, ob bauliche Massnahmen ergriffen werden müssen», sagt Isenschmid weiter.

Kein Verständnis für die Reuss-Springer hat auch Erich Wyss von der Lebensrettungsgesellschaft Luzern. «Kick hin oder her, es ist gar nicht lustig, dort ins Wasser zu springen.» Es habe Unterwasserströmungen und die Wasserhöhe ändere sich schnell. «Diese Typen setzen sich unnötiger Gefahr aus», sagt Wyss.

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