Sanitäter verprügelt: Gefährlicher Thalwiler wird weggesperrt

Aktualisiert

Sanitäter verprügeltGefährlicher Thalwiler wird weggesperrt

Ein 28-jähriger Thalwiler wird wegen seiner Geisteskrankheit in eine geschlossene Klinik eingewiesen. Der Mann hatte in Klichberg grundlos einen Rettungssanitäter verprügelt.

Attila Szenogrady
von
Attila Szenogrady

In seinem am Freitag eröffneten Entscheid ist das Bezirksgericht Zürich den Anträgen der Staatsanwaltschaft gefolgt. Demnach hat es einen 28-jährigen Arbeitslosen aus Thalwil wegen Körperverletzung, mehrfacher Drohung, Sachbeschädigung und weiteren Delikten zwar verurteilt, jedoch für schuldunfähig erklärt.

Das Gericht ordnete für den an Schizophrenie erkrankten Türken eine stationäre Massnahme an. Was bedeutet, dass der Beschuldigte die nächsten Jahre in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik verbringen wird. Er könnte erst nach einer Genesung mit einer Freilassung rechnen.

Hohe Rückfallgefahr

Das Gericht stützte sich in seinem Urteil auf ein psychiatrisches Gutachten ab. Dieses sprach von einer hohen Rückfallgefahr beim gewaltbereiten und paranoiden Angeschuldigten. Dieser zeigte bereits vor zehn Jahren erste Anzeichen seiner Geisteskrankheit. Ab Frühling 2009 wurde er auch fremdgefährlich. Erstmals als er an der Bahnhofstrasse in Thalwil, als er einen faustgrossen Stein in die Richtung einer Kollegin warf und dabei glücklicherweise nur ein parkiertes Auto traf.

Im Juli 2010 attackierte der Angeschuldigte beim Bahnhof Kilchberg einen Rettungssanitäter. Er würgte das Opfer und schlug ihm mehrfach ins Gesicht. Das zufällige Auftauchen einiger Passanten hielt den Thalwiler von weiteren Attacken ab.

Aerztin mit Tode bedroht

Nach dem Vorfall wurde der Angreifer ins Sanatorium Kilchberg eingeliefert. Wo er sich allerdings kaum beruhigte. Im Gegenteil: So stellte er einer Pflegerin in Aussicht, dass er sie enthaupten werde. Später bedrohte er auch seine eigene Aerztin mit dem Tode. Danach wurde der Mann in den Sicherheitstrakt der Klinik Rheinau überwiesen.

Deine Meinung