Aktualisiert 17.03.2009 15:39

Schimpansen-Attacke

Gefährlicher «Travis»: Familie fordert Schadenersatz

Die Familie einer Amerikanerin, die von einem wütenden Schimpansen schwer verstümmelt wurde, verlangt von der Eigentümerin des Tieres 50 Millionen Dollar Schmerzensgeld.

Die Angehörigen reichten am Montagabend im Gericht von Stamford im US-Staat Connecticut Klage ein. Darin werfen sie der Tierhalterin Fahrlässigkeit und sorglosen Umgang mit einem «wilden Tier mit Hang zur Gewalt» vor.

Der 90 Kilo schwere Schimpanse hatte die 55-Jährige vor einem Monat aus nicht geklärten Umständen angefallen. Das Opfer verlor dabei Hände, Nase, Lippen und Augenlider. Sie wird infolge der Attacke möglicherweise blind und Gehirnschäden davontragen. Schimpanse «Travis» war von der Polizei erschossen worden.

Die Halterin hatte an jenem verhängnisvollen 16. Februar ihre Freundin gebeten, ihr dabei zu helfen, «Travis» zurück ins Haus zu locken. Doch der Affe ging auf die Frau los. Die Besitzerin vermutet, dass «Travis» sie schützen wollte und ihre Freundin nicht erkannt habe, da sie eine andere Frisur hatte, mit einem anderen Auto gekommen war und sich ein Spielzeug vors Gesicht hielt, um die Aufmerksamkeit des Tieres zu erlangen. (dapd)

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