Gefährliches Lachgas – Gefährliches Lachgas – Ganz einfach in Supermärkten erhältlich
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Gefährliches LachgasGefährliches Lachgas – Ganz einfach in Supermärkten erhältlich

Mutmasslich fünf Junioren des FC Pratteln sind in einem Video zu sehen, nur wenige Momente vor einem schrecklichen Selbstunfall. Die Teenager konsumieren während der Autofahrt über Ballons Lachgas. Kurz danach stirbt der 18-jährige Fahrer in Arisdorf. Vier weitere junge Männer werden beim Unfall schwer verletzt.

Regine Rust von der Suchthilfe warnt vor den Gefahren beim Konsum von Lachgas. In der Partyszene der 90er war dieser Rausch sehr verbreitet. Viele Menschen haben die Suchthilfe aufgesucht, da sie den Konsum nicht mehr kontrollieren konnten und akut gefährdet waren. «Es gab Menschen, die sind wirklich in Ohnmacht gefallen. Manche hatten Nervenschädigungen, haben gemerkt, dass sie sich nicht mehr konzentrieren konnten, weil ihnen Vitamin B fehlt, wenn man das oft konsumiert», erinnert die Spezialistin. Schon beim erstmaligen Konsum bekommt man automatisch weniger Sauerstoff. Das Risiko, dass das Gehirn nicht ausreichend versorgt ist, steigt. Zudem kann man von Lachgas abhängig werden.

Diesen «Kick» können sich Partywütige ganz einfach aus Schweizer Supermärkten holen. Kapseln für Rahmbläser enthalten nämlich das im Fachjargon Distickstoffoxid genannte Gas. Diese Kapseln werden dann inhaliert. Um den Effekt noch weiter zu steigern ziehen sich manche Menschen sogar Plastiktüten über den Kopf. Dies ist sehr gefährlich und kann zum Tod führen.

Auf politischer Ebene hat der Basler Grossrat Joël Thüring nach dem Vorfall nun eine Interpellation zum Verbot von Lachgas eingereicht. Alles zu verbieten, wie zum Beispiel den Verkauf der Rahmbläserkapseln, sei nach Regine Rust illusorisch. Sie setzt lieber auf Prävention und Aufklärung.

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(Team Video News)

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