Aktualisiert 03.11.2009 23:21

GenfGefängnis für psychisch kranke Häftlinge

Zwei Genfer Staatsräte haben am Dienstag für das neue Gefängnis Curabilis den Grundstein gelegt.

Dieses soll Platz für 92 psychisch kranke Gefangene bieten. 2013 soll der Bau fertig sein. Damit löst Genf ein altes Versprechen gegenüber den anderen Westschweizer Kantonen ein.

Baudirektor Mark Muller und Justizminister Laurent Moutinot haben am Dienstag den Startschuss für die Bauarbeiten gegeben. Das neue Gefängnis wird neben der heutigen Haftanstalt Champ-Dollon errichtet. Genf hatte vor 43 Jahren im Rahmen des lateinischen Strafvollzugskonkordats versprochen, ein Gefängnis für psychisch Kranke zu bauen.

Medizinische Betreuung gewährleistet

Das neue Curabilis kostet rund 90 Millionen Franken und entspricht nicht nur den vorgegebenen Sicherheitsstandards sondern erfüllt auch die medizinischen Bedingungen, um die Insassen entsprechend zu betreuen. Von den 92 Plätzen gehen 42 an Genf, die restlichen 50 werden unter den anderen beteiligten Kantonen aufgeteilt. Mit einem Tunnel soll zudem das Curabilis mit dem Gefängnis Camps-Dollon verbunden werden.

Gleichzeitig wird auch Camps-Dollon für 20 Millionen Franken umgebaut. Dieses steht wegen Platzmangels im Ruf der ständigen Überbelegung. Wegen den prekären Platzverhältnissen kam es dort in der Vergangenheit wiederholt zu Protestaktionen - sowohl seitens der Inhaftierten als auch seitens des Personals. (sda)

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