Aktualisiert 31.03.2007 17:16

Gefangene Briten: Die Aktion war geplant

Es handele sich um eine Vergeltung für die vom UN-Sicherheitsrat wegen des Atomprogramms verhängten Sanktionen, erklärte der iranische Widerstandsrat.

Der Widerstandsrat ist der politische Flügel der Volksmudschahedin, die in vielen westlichen Staaten als Terrororganisation gilt.

Hossein Abedini, ein Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Widerstandsrats, berief sich auf Informationen aus der Revolutionsgarde im Iran. Einzelheiten seien an die britische Regierung weitergegeben worden. Eine Marinegarnison der Revolutionsgarde sei am Vorabend der Entführung in Alarmbereitschaft versetzt worden, um sich auf die Aktion vorzubereiten. Eine Sprecherin des britischen Aussenministeriums verwies darauf, dass die Volksmudschahedin nach britischem Recht verboten seien Die Regierung habe keine Kontakte zu der Gruppe.

Mohammad Mohaddessin, im Widerstandsrat für die Aussenpolitik zuständig, sagte, der oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei habe die Gefangennahme der Briten angeordnet. Er habe damit Druck auf London ausüben wollen. Die Briten waren am Freitag vergangener Woche im Mündungsgebiet des Schatt el Arab im Persischen Golf festgenommen worden. Am Samstag vergangener Woche verschärfte der Sicherheitsrat die Sanktionen.

Im Schatt el Arab ist der Grenzverlauf zwischen dem Irak und dem Iran strittig. Grossbritannien hat wiederholt bekräftigt, die Patrouille habe sich auf irakischem Hoheitsgebiet aufgehalten, der Iran behauptet das Gegenteil. (dapd)

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