Gefesselt und lebendig begraben – Frau rettet sich selbst

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USAGefesselt und lebendig begraben – verletzte Frau rettet sich selbst

Der Ehemann der Frau fesselte sie, stach ihr in die Brust und begrub sie lebendig in einem Wald in der Nähe ihres Hauses. Dank ihrer Smartwatch konnte sie die Polizei alarmieren.

von
Tobias Bolzern
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Ein Bild einer Überwachungskamera zeigt den Moment, als der Mann die Frau kidnappte. 

Ein Bild einer Überwachungskamera zeigt den Moment, als der Mann die Frau kidnappte. 

Screenshot NBC
Er soll seine Frau im Staat Washington gefesselt, verletzt und lebendig begraben haben. Ihr gelang die Flucht.

Er soll seine Frau im Staat Washington gefesselt, verletzt und lebendig begraben haben. Ihr gelang die Flucht.

Google Maps
Später wurde der 53-jährige Chae Kyong verhaftet. 

Später wurde der 53-jährige Chae Kyong verhaftet. 

Lacey Police Departement

Darum gehts

  • Ein Ex-Militär hat in den USA versucht, seine Frau zu töten.

  • Er fesselte sie und begrub sie lebendig in einem Waldstück.

  • Zuvor konnte die Frau einen Notruf absetzen – ohne Erfolg.

  • Erst später gelang es ihr, sich selbst aus der Lage zu befreien.

  • Der 53-jährige Mann wurde von der Polizei festgenommen.

Schockierender Fall in den USA: Eine 42-jährige Frau ist in einem Notruf zu hören, wie sie verzweifelt um Hilfe ruft. Es sind dumpfe Schreie zu vernehmen, nachdem sie von ihrem 53-jährigen Mann gefesselt und geknebelt worden war. Abgesetzt wurde der rund sieben Minuten lange Anruf mit einer Apple Watch.

Die Behörden nutzten Mobilfunkdaten, um die genaue Adresse zu lokalisieren, aber als die Beamten eintrafen, war das Haus leer und das Garagentor stand offen, wie aus einem Polizeibericht hervorgeht. Denn laut einem Bericht von «The Daily Beast» hatte der Mann die Apple Watch mit einem Hammer zerschmettert. Dann stach er seiner Frau in die Brust und warf sie in ein 50 Zentimeter tiefes Grab in der Nähe ihres Hauses in Lacey, im Bundesstaat Washington.

Die Flucht

Später sagte sie, dass sie versucht hatte, so gut wie möglich die Erde vom Gesicht fernzuhalten. Ihr gelang es, eine kleine Höhle ums Gesicht zu erhalten. Dennoch hatte sie Mühe zu atmen. Zusätzlich wurde sie auch noch unter Drogen gesetzt. Auf ihr lag zudem ein Baumstamm. Mehrere Stunden vergingen, bis die 42-Jährige sich aus der Situation freikämpfen konnte. Ihr gelang es, aus dem Grab zu steigen und aus dem Wald zu flüchten. Eine halbe Stunde später klopfte sie an eine Haustür in der Nähe. Als die Polizei eintraf, sagte sie: «Mein Mann will mich töten. Er ist immer noch im Wald. Bitte helfen Sie mir!»

Er ist Ex-Militär

Am 17. Oktober – also einen Tag nach dem Vorfall – wurde der 53-Jährige verhaftet. Das Paar, das zwei Kinder hat, befand sich im Scheidungsprozess. Ihr Mann ist ein Veteran des militärischen Geheimdienstes und war wütend darüber, dass er möglicherweise einen Teil seiner Rente an sie abgeben musste. Laut der Frau hat ihr der Mann mehrfach gedroht, sie umzubringen. Sie habe jedoch nie gedacht, dass er es tun würde, sagte sie der Polizei.

Er wird nun wegen versuchten Mordes ersten Grades, Entführung ersten Grades, Körperverletzung ersten Grades und des Verbrechens der Belästigung mit Morddrohung angeklagt. Sein Anwalt wollte sich laut dem «Daily Beast» nicht zu der Anklage äussern. 

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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