Geflohener Häftling lebte in der Schweiz in Saus und Braus
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Geflohener Häftling lebte in der Schweiz in Saus und Braus

Ein aus Österreich geflohener verurteilter Betrüger muss sich im Kanton Zug vor dem Gericht verantworten, weil er Hotelrechnungen nicht bezahlte und Ersatzfahrzeuge nicht in Garagen zurückbrachte. Der Deliktsbetrag, den der international gesuchte Betrüger zusammenstibitzte, beläuft sich auf 65 000 Franken.

Wie das Untersuchungsrichteramt des Kantons Zug am Montag mitteilte, war der Mann im April 2006 drei Jahre nach der Flucht aus Österreich verhaftet worden. Er hatte sich 2003 anlässlich eines Hafturlaubes in die Schweiz abgesetzt.

Der Österreicher lebte in der Schweiz mit einer Frau zusammen, die über seine wahre Identität nichts wusste. Als die Polizei im Oktober 2005 auf ihn aufmerksam wurde, tauchte er unter und lebte fortan unter verschiedenen Namen in Hotels und Gaststätten. Die Rechnungen bezahlte er jeweils nicht.

Drei Mal bestellte der Mann mit Hilfe eines gestohlenen Schweizer Fahrausweises in Garagen einen Neuwagen und verlangte bis zur Lieferung ein Ersatzfahrzeug. Nur das erste Fahrzeug brachte er zurück. Das zweite verkaufte er weiter, das dritte war noch in seinem Besitz, als er verhaftet wurde. (sda)

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