«Es ist wie eine Psychotherapie»: Geflüchtete Ukrainer verteilen Kleider in Zürich
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«Es ist wie eine Psychotherapie»Geflüchtete Ukrainer verteilen Kleider in Zürich

Mit dem Projekt «Hope – Kleider für Flüchtlinge» will die Heilsarmee flüchtende Ukrainer mit neuen Kleidern versorgen. Am Dienstag startet die Kleiderabgabe ihren Betrieb an der Hardbrücke in Zürich.

Ein Blasorchester spielt die ukrainische Hymne. So eröffnet die Heilsarmee ihr neues Projekt. Laut der Heilsarmee ist es das erste Kleiderabgabezelt in der Schweiz, in welchem ukrainische Flüchtende frische Kleider beziehen können – gratis. Nach einer 20-minütigen Eröffnungsrede dürfen sich die Flüchtenden an den Kleidern bedienen. Jedoch können nicht alle einfach zugreifen. Nur wer einen gültigen Gutschein vorweisen kann, darf sich bis zu zehn Kleidungsstücke aussuchen. «Diese Gutscheine bekommt man bei den Sozialberatungsstellen der Stadt, bei der Caritas, bei der Pfarrer Sieber Stiftung, bei der Heilsarmee und bei der AOZ», erklärt Markus Muntwiler, Leiter für die Heilsarmee Zürich Central.

Im Zelt sind pro Tag 20 freiwillige Helfer im Einsatz. Rund 90 Prozent davon sind selbst ukrainische Flüchtende. Eine davon ist Tatjana. Sie hilft den Geflüchteten die richtigen Artikel zu finden. Wie sie flohen viele im Eiltempo aus dem Land und konnten nur sehr wenige Dinge mitbringen. Deshalb sind sie auch alle sehr froh über diese Spendenaktion, wie etwa Anastasia oder die 16-jährige Marijka.

Die Kleiderabgabe soll bis Ende Juni 2022 von Montag bis Freitag zwischen 14 und 18 Uhr offen sein. Die Heilsarmee empfängt dort allerdings keine Spenden. Diese werden weiterhin über die Heilsarmee Brocki abgewickelt und selektioniert.

(Team Video News)

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