Stadt Zürich: Gefrorene Rinderhälften legen Verkehr lahm
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Stadt ZürichGefrorene Rinderhälften legen Verkehr lahm

Beim Toni-Areal in Zürich hat ein Fleischtransporter einen Strommast gerammt. Die herausgefallenen Fleischstücke blockierten Tram- und Individualverkehr.

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chi/tam

Beim Toni-Areal in Zürich hat ein Fleischtransporter einen Strommast gerammt. Video: Tamedia

Im Zürcher Kreis 5 ereignete sich am Montag um 9.20 ein spektakulärer Unfall. «Ich hörte einen lauten Knall», schildert ein Leser-Reporter, der beim Toni-Areal arbeitet. Als er nach draussen gegangen war, sah er einen umgekippten Anhänger eines Lastwagens. Aus der offenen Tür drangen Dutzende Rinderhälften und versperrten die Pfingstweidstrasse Richtung Altstetten sowie die Tramschienen Richtung Zürich.

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Auf der Pfingstweidstrasse in Zürich ist ein Lastwagenanhänger gekippt.

Auf der Pfingstweidstrasse in Zürich ist ein Lastwagenanhänger gekippt.

Leser-Reporter
Der Lastwagen hat Teile seiner Ladung verloren.

Der Lastwagen hat Teile seiner Ladung verloren.

Leser-Reporter
Die gefrorenen Rinderhälften blockieren die Tramlinie 4.

Die gefrorenen Rinderhälften blockieren die Tramlinie 4.

Leser-Reporter

«Der Laster hat in der Kurve zu weit ausgeholt und ist dann mit dem Anhänger gegen den Mast des Trams geknallt», berichtet ein anderer Leser-Reporter.

Laut der Stadtpolizei Zürich fuhr der Lastwagen vom Schlachthof über die Duttweilerbrücke Richtung Autobahn Bern/Basel. Beim Abbiegen in die Pfingstweidstrasse kippte der Anhänger zur Seite und knickte eine VBZ-Fahrleitung sowie eine Verkehrsreglungsanlage. Die betroffene Tramlinie 4 konnte bis am Abend nicht fahrplanmässig verkehren.

100'000 Franken Sachschaden

Die aus dem Innern gefallenen Rinderhälften legten den öffentlichen Verkehr lahm und beeinträchtigten auch den Strassenverkehr. Die Aufräumarbeiten dauern derzeit noch an. Die betroffene Transportfirma hat eine Spezialfirma engagiert, die prüft, wie die Rinderhälften weiterverwendet werden können. In den Konsum werde das Fleisch sicherlich nicht mehr kommen, da die Kühlkette unterbrochen war, so der Geschäftsführer.

Aus Rinderhälften wird Biodiesel

Bei der Firma heisst es, man sei froh, dass beim Unfall keine Personen verletzt worden seien. Man verzeichne wenig solche Vorfälle und sei für den Schaden versichert. Der Sachschaden beläuft sich laut Schätzung der Polizei auf 100'000 Franken. Die genaue Unfallursache wird noch abgeklärt.

Was geschieht mit den Rinderhälften? «Wird die Kühlkette unterbrochen, weil das Fleisch auf die Strasse fällt, gibt es nur eine Möglichkeit: Die Rinderhälften müssen von Gesetzes wegen entsorgt werden», sagt Georg Herriger, Sprecher der Firma Centravo, die tierische Reststoffe entsorgt. Die tierischen Produkte würden sterilisiert und getrocknet und dann als Mehl in Zementfabriken verbrannt oder als Fett in Biodiesel umgewandelt.

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