Seltenes Ereignis: Gefrorener Oeschinensee schafft es in US-Medien

Aktualisiert

Seltenes EreignisGefrorener Oeschinensee schafft es in US-Medien

Das bekannte «Wallstreet Journal» berichtet über die Natureisbahn auf dem Oeschinensee. Dort kann das Eis erstmals seit 19 Jahren befahren werden.

von
cho
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Ein besonderes Naturspektakel zeigt sich zurzeit auf dem Oeschinensee im Kandertal.

Ein besonderes Naturspektakel zeigt sich zurzeit auf dem Oeschinensee im Kandertal.

Leser-Reporter/Philippe Zürcher
Dort können Besucher derzeit auf der Eisfläche Schlittschuh laufen.

Dort können Besucher derzeit auf der Eisfläche Schlittschuh laufen.

Leser-Reporter/Philippe Zürcher
Dank des trockenen Wetters liegt dieses Jahr kein Schnee auf dem See.

Dank des trockenen Wetters liegt dieses Jahr kein Schnee auf dem See.

Keystone/Peter Klaunzer

Während Skigebiete über Schneemangel klagen, stürmen Besucher die Eisfläche des Oeschinensees – und lösten ein grosses Medien-Echo aus. Selbst in den USA kennt man ab sofort die wohl spektakulärste Natureisbahn der Schweiz. Denn «The Wallstreet Journal» berichtet über den zugefrorenen Oeschinensee. In der Online-Ausgabe veröffentlichte das renommierte Wirtschaftsmagazin ein Foto des zugefrorenen Sees, auf dem am Weihnachtstag etliche Schlittschuhläufer vor der imposanten Bergkulisse des Blüemlisalpmassivs herumkurvten – mitten im Unesco-Welterbe.

Besonders das klare Eis verzaubert die Besucher: «Wunderschönes, tiefblaues Eis. Manchmal sieht man sogar die Steine am Grund», so ein 20-Minuten-Leser. Dass der Bergsee auf 1578 Metern über Meer als Schlittschuhbahn genutzt werden kann, ist ein seltenes Ereignis, das zuletzt vor 19 Jahren stattfand. Der Oeschinensee oberhalb von Kandersteg friert zwar jedes Jahr zu, üblicherweise liegt jedoch Schnee auf der Eisfläche.

Bloss kein Schnee

Laut einem Twitter-Nutzer soll sich auch Altbundesrat Adolf Ogi das Spektakel nicht entgehen lassen haben.

Wie lange der See noch befahren werden kann, hängt vom Wetterglück ab: «Beim ersten ausgiebigen Schneefall werden wir einen ersten Dämpfer erleben», sagt Christoph Wandfluh, Marketingleiter der Gondelbahn Kandersteg Oeschinensee AG, gegenüber der «Berner Zeitung».

Die Eisfläche misst 1,5 Quadratkilometer und beträgt durchgehend mehr als zehn Zentimeter. Vor Ort werden Schlittschuhe vermietet, wegen des regen Ansturms empfehlen Besucher jedoch eigene Schlittschuhe mitzubringen.

Ein «Made in BE!»-Video, der Marketingorganisation des Kanton Berns, wurde in wenigen Tagen bereits über 25'000 Mal angeschaut.

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