Sibirien: Gegen 70 Tote bei Unfall in Kraftwerk
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SibirienGegen 70 Tote bei Unfall in Kraftwerk

Nach dem schweren Unfall im grössten Wasserkraftwerk Russlands sind die Leichen von zwölf Arbeitern geborgen worden. 64 Arbeiter würden noch vermisst. Die Suche geht weiter.

Das erklärte der Minister für Katastrophenschutz, Sergej Schoigu, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur ITAR-Tass. Die Rettungskräfte suchten in einem überfluteten Turbinenraum weiter nach den Vermissten.

Die Ursache des Unglücks im Kraftwerk Sajano-Schuschinskaja in Sibirien war weiter unklar. Nach Angaben offizieller Ermittler explodierte am Montag ein Transformator während Reparaturarbeiten, ein Maschinenraum wurde überflutet. Die bislang geborgenen Toten wurden teils von Trümmern erschlagen, teils ertranken sie. Mindestens 14 Arbeiter wurden bei dem Unfall verletzt.

Zwei der zehn Turbinen des Kraftwerks wurden zerstört, eine dritte wurde schwer beschädigt. Der Zustand der übrigen wurde geprüft, das Kraftwerk abgeschaltet. Medienberichten zufolge liefert es normalerweise etwa zehn Prozent der Energie Sibiriens. In der rund 180 Kilometer nördlich gelegenen Stadt Abakan mit ihren 160.000 Einwohnern fiel in etwa der Hälfte aller Haushalte der Strom aus. Unterhalb des Staudamms des Kraftwerks breitete sich in Folge des Unfalls auf dem Jenissej ein Ölfilm von 25 Quadratkilometern weiter aus.

(sda/dapd)

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