Nach Spektakel-Remis in der CL – «Gegen einen solchen Gegner zurückzukommen, ist unglaublich»
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Nach Spektakel-Remis in der CL«Gegen einen solchen Gegner zurückzukommen, ist unglaublich»

Das 3:3 gegen Atalanta Bergamo bedeutet für YB das sichere Ausscheiden aus der Champions League. Trotzdem können Trainer David Wagner und Verteidiger Silvan Hefti dem Spiel Positives abgewinnen.

von
Florian Gnägi

Silvan Hefti erzielte mit diesem Kracher das 3:2 für YB.

SRF

Darum gehts

  • YB ist nach dem spektakulären 3:3 gegen Atalanta aus der Champions League ausgeschieden.

  • David Wagner zeigt sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotzdem zufrieden.

  • Silvan Hefti nervt sich ab seinem Fehler vor dem dritten Gegentor, ist aber auch stolz über seine insgesamte Leistung.

Was war das für eine irre Schlussphase im Wankdorf am Dienstagabend.  YB lag gegen Atalanta bis zur 80. Minute mit 1:2 zurück und schnupperte dann dank einem Doppelschlag innert vier Minuten vom Sieg gegen das Top-Team aus der Serie A. Besonders bei Aussenverteidiger Silvan Hefti spielte die Gefühlswelt verrückt. Erst trifft der Ostschweizer mit einem Traumtor zum 3:2, dann ist er derjenige, der mit einem Foul den Freistoss verursacht, der zum 3:3 von Muriel führt.

«Das Ganze war sehr emotional. Bei der Szene vor dem Freistoss gibt einen Prellball und als mein Gegenspieler herangerauscht kommt, foule ich ihn. Das nervt mich natürlich sehr, dass wir so noch das 3:3 kassieren», meint Hefti nach der Partie. Mit ein wenig Abstand betrachtet, betont der 24-Jährige aber, dass der Stolz über eine «sehr gute Leistung» überwiege.

Auch von Gegner Atalanta gibt es nach dem Spiel vom Dienstag lobende Worte für YB. «Sie haben gut nach vorne gespielt und sich viele Chancen erarbeitet», sagt Nati-Star Remo Freuler, der anfügt, dass die Berner verbessert aufgetreten sind als noch in Hinspiel im Bergamo, wo ein Klassenunterschied deutlich spürbar war.

Wagner ist zufrieden mit der Leistung von YB

Sogar als «fantastisch» bezeichnet YB-Trainer David Wagner den Auftritt seiner Mannschaft. «Wir haben richtig gut gefightet und kommen zweimal zurück nach einem Rückstand. Das ist unglaublich auf diesem Niveau gegen solch einen starken Gegner», sagt der Deutsche, der nichts wissen will von einem «tragischen Helden» Silvan Hefti.

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YB-Coach David Wagner freut sich über den «starken Fight» seiner Mannschaft gegen Atalanta.

YB-Coach David Wagner freut sich über den «starken Fight» seiner Mannschaft gegen Atalanta.

Urs Lindt/freshfocus
 Duvan Zapata schockte YB mit einem frühen Tor zum 1:0 für Bergamo.

Duvan Zapata schockte YB mit einem frühen Tor zum 1:0 für Bergamo.

Urs Lindt/freshfocus
Vor der Partie zeigten die YB-Fans eine tolle Choreo.

Vor der Partie zeigten die YB-Fans eine tolle Choreo.

Claudio De Capitani/freshfocus

«Er hat ne richtig gute Leistung abgeliefert, wie die ganze Mannschaft», betont Wagner und nimmt beim 3:3 nicht Hefti alleine in den Fokus der Kritik. «Wir können die Situation schon vor dem Foul anders lösen. Dann hat die Mauer vom Personal her nicht gepasst und am Ende war die Schussbahn so freizugeben dann der dritte Fehler.» Der 50-Jährige ist zufrieden darüber, dass seine Mannschaft selbst nach dem 3:3 noch weiter versuchte den Siegtreffer zu erzielen.

Chance auf das Europa-League-Ticket bleibt bestehen

Durch das Unentschieden gegen Bergamo ist klar, dass YB den Champions-League-Achtelfinal definitiv verpassen wird, aber es bleibt die Chance auf den dritten Platz und der damit verbundenen Teilnahme an der K.o.-Phase in der Europa League.

«Wir werden da sein, sollte Atalanta seine Aufgabe nicht erledigen», meint Wagner und spielt damit auf das finale Spiel der Berner im Old Trafford an. Dass das legendäre Stadion in Manchester auch «Theater of Dreams» genannt wird, ist auch dem YB-Coach bekannt. Wer weiss, vielleicht gelingt dem Schweizer Meister in England ja nochmals so ein Husarenstück wie beim 2:1-Sieg zum Start in die Gruppenphase, als man Ronaldo und Co. zuhause sensationell besiegen konnte. Doch auch bei einem Sieg ist klar: Atalanta darf gegen Villarreal nicht punkten.

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