Aktualisiert 26.09.2009 13:02

LohnrundeGegen Gier oben und Geiz unten

Die Gewerkschaft Syna lehnt bedingungslose Nullrunden für den Lohnherbst ab. Die Delegierten forderten an der Herbstversammlung in Bern einen Stopp der Gier von Finanzmanagern. Aus der Wirtschaftskrise darf keine Sozialkrise werden.

Ein Verzicht auf Lohnerhöhungen werde dezidiert abgelehnt, schreibt die Gewerkschaft. Denn trotz der Wirtschaftskrise gehe es vielen Firmen nach wie vor gut. Forderungen von bis zu zwei Prozent mehr Lohn seien realistisch und zumutbar. Ist einer Firma oder Branche nach Verhandlungen eine Lohnerhöhung nicht möglich, so verlangt die Gewerkschaft eine Arbeitsplatzgarantie und/oder Sozialpläne als Gegenleistung für das Entgegenkommen der Arbeitnehmenden. Es gehe nicht an, dass diese die Folgen einer Krise ausbaden müssten.

Gier soll gestoppt werden

Weiter forderten die Delegierten an der Versammlung einen Stopp der Gier von Finanzmanagern. Die Wirtschaftspolitik müsse endlich die Bedürfnisse der Arbeitnehmenden ernst nehmen und entsprechende Massnahmen ergreifen. Gefordert wird etwa die Regulierung der Finanzmärkte und die Limitierung der Managerlöhne und -boni. Die Politik müsse mit der Ausweitung der Kurzarbeit auf 24 Monate Arbeitsplätze schützen. Zudem müsse die Arbeitslosenversicherung ausgebaut werden, heisst es in der Resolution. Wichtig sei zudem, dass die Sozialversicherungen nicht zur Almosenfürsorge verkümmerten. Syna hat laut eigenen Angaben rund 65.000 Mitglieder. (dapd)

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