Champions League: Gegen PSG muss der FCB den Schalter umlegen
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Champions LeagueGegen PSG muss der FCB den Schalter umlegen

GC war am Samstag ein besserer Aufbaugegner. Kann sich Rotblau am Dienstag trotzdem steigern und dem Starensemble von PSG Paroli bieten?

von
ete
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Mittwoch, 19. Oktober 2016Zufriedene Pariser, konsternierte Basler: Der FCB steht trotz ansprechender Leistung mit leeren Händen da und verliert 0:3.

Mittwoch, 19. Oktober 2016Zufriedene Pariser, konsternierte Basler: Der FCB steht trotz ansprechender Leistung mit leeren Händen da und verliert 0:3.

AFP/Franck Fife
Der Schweizer Meister startet stark und erspielt sich mehrere Topchancen. Renato Steffen scheitert an PSG-Keeper Alphonse Areola.

Der Schweizer Meister startet stark und erspielt sich mehrere Topchancen. Renato Steffen scheitert an PSG-Keeper Alphonse Areola.

Keystone/Georgios Kefalas
Der FCB verzeichnet insgesamt drei Aluminiumtreffer: Michael Lang, Seydou Doumbia (Bild) und Marek Suchy haben Pech.

Der FCB verzeichnet insgesamt drei Aluminiumtreffer: Michael Lang, Seydou Doumbia (Bild) und Marek Suchy haben Pech.

AP/Christophe ena

«Es ist nicht einfach, in der Meisterschaft den Rhythmus hoch zu halten», sagte Luca Zuffi nach dem ungefährdeten 2:0-Sieg im Letzigrund. Und genau da liegt das Problem der Bebbi: Während man in der Meisterschaft einsame Kreise zieht, klafft die Lücke zu den europäischen Top-Teams immer weiter auf und der FCB steckt irgendwo dazwischen im Niemandsland fest.

Die FCB-Spieler wissen, was auf sie zukommt, üben kann man Champions League aber nicht. Wie legt Rotblau nach einem Spiel, das die Intensität einer normalen Basler Trainingseinheit erreichte, den Schalter auf Niveau Königsklasse um?

«Wir sind auch in der Liga gefordert», wehrt sich Davide Callà gegen solche Allgemeinplätze. Im Ernst? «Doch ja, wir wollen auch in der Meisterschaft die Null verteidigen, denn das ist wichtig für unsere Defensive. Ich bin sicher, dass wir den Schalter umlegen können, weil Basel die Spieler und die Klasse dazu hat – und die Erfahrung, auf verschiedenen Hochzeiten zu tanzen.»

Kein Wunschkonzert

Bislang hat das nicht nach Wunsch geklappt. Ist der FCB nach 13 Ligaspielen ungeschlagen, hat man in der Königsklasse nach drei Runden nur einen Punkt (1:1 gegen Ludogorez) auf der Habenseite – auch wenn man mit zwei Latten- und einem Pfostenschuss in Paris (0:3) zuletzt viel Pech zu verzeichnen hatte. Auch wenn FCB-Trainer Urs Fischer danach sagte, dass es bei dreimal Aluminium nicht nur Pech allein gewesen sei.

«Wenn es nicht nur Pech war, war auch ein wenig Unvermögen dabei. So einfach ist das. Das ist ja das Brutale, aber auch das Schöne am Fussball: Des einen Freud ist des anderen Leid», so Callà. «Wir müssen am Dienstag dafür sorgen, dass wir die Chancen – wenn wir sie bekommen – nützen. Das Resultat war sicher brutal. Dennoch können wir sehr viel Positives aus Paris mitnehmen. Wenn wir in Basel so auftreten wie im Parc des Princes, haben wir durchaus Chancen, ein positives Resultat zu erzielen. Aber es ist ein Spiel und es kann nicht immer so laufen, wie man sich das wünscht.»

Am Aluminium sollte es am Dienstag nicht liegen

Ein Punkt zu Hause gegen PSG wäre aber im Kampf um Platz 3 und als Vorlage vor dem Auswärtsspiel gegen Ludogorez wünschenswert. «Dass PSG und Arsenal für die Ränge eins und zwei klar im Vorteil sind, ist selbsterklärend», sagt Callà. «Wir haben immer gesagt, dass wir europäisch überwintern wollen.»

Spekuliert Rotblau deshalb zumindest mit einem Remis gegen PSG? Callà: «Das geht gar nicht gegen so eine Mannschaft.» Dann eben ein Spiel auf Sieg. Und wie gross die Tore im Joggeli sind, wissen die Spieler auf jeden Fall. An ein paar Zentimetern Aluminium sollte es am Dienstagabend nicht liegen.

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