Aktualisiert 21.03.2005 10:43

Gegen Raserei auf der Strasse

Der Schwyzer Regierungsrat hält die eingeleiteten polizeilichen und baulichen Massnahmen gegen die Raserexzesse für ausreichend.

Er zweifelt daran, dass mit zusätzlicher Repression eine gesellschaftliche Entwicklung korrigiert werden könne.

Drei Mitglieder der CVP-Fraktion des Kantonsrates hatten in einem Postulat von der Regierung verlangt, dass sie in einem Bericht eine Gesamtkonzeption gegen die Raser aufzeige. Neben präventiven wurden auch repressive Massnahmen verlangt.

Der Regierungsrat lehnt das Postulat aber ab, wie er am Montag mitteilte. Die kontinuierliche Verbesserung der Verkehrssicherheit sei ein Ziel der Kantonspolizei, schreibt er.

Dazu werden Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, Präventionseinsätze geleistet und Statistiken geführt. Zudem werden Signalisationen, Markierungen und Verkehrsführungen überprüft. Das Hauptstrassennetz wurde auf Schwachstellen hin analysiert. Diese polizeilichen und baulichen Massnahmen seien ausreichend, um das vom Staat zu Erwartende abzudecken, schreibt die Regierung. Der Wertezerfall in der Gesellschaft, der hohe Stellenwert des Autos, der Drang nach Power und PS liessen sich mit zusätzlichen staatlichen repressiven Massnahmen schwerlich korrigieren.

Trotzdem glaubt der Regierungsrat, dass ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden könnte. Er verweist dazu auf gesamtschweizerische Neuerungen, etwa bei der Führerausbildung oder bei den Sanktionen.

(sda)

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