Aktualisiert 08.02.2010 20:01

Zürcher KantonsratGegen Streichung von Autobahn-Einfahrt Aubrugg

Der Zürcher Kantonsrat wünscht, dass beim Bau der Autobahn-Einhausung in Zürich-Schwamendingen die Einfahrt Aubrugg nicht gestrichen wird.

Er hat ein entsprechendes Postulat von FDP, CVP und SVP klar mit 146 zu 17 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen.

Der Druck auf die Bundesbehörden müsse aufrecht erhalten werden, sagte Postulant Beat Badertscher (FDP, Zürich). Bei der Volksabstimmung über die Einhausung seien die Stimmberechtigten davon ausgegangen, dass die Einfahrt Richtung Stadt bleibe.

Enttäuscht zeigte sich Badertscher von der «eher technokratischen» Antwort des Regierungsrates, der hauptsächlich die Argumente des Bundesamtes für Strassen (Astra) übernommen habe. Gemäss Hansueli Züllig (SVP, Zürich) garantiert nur eine gut funktionierende Einfahrt Aubrugg, dass das Wohngebiet von Schleichverkehr freigehalten werden kann.

Es gehe um 250 bis 400 Autos pro Stunde, die die Einfahrt benutzen und ohne Einfahrt durch die angrenzenden Quartiere fahren würden, sagte Susanna Rusca (SP, Zürich). Eine Kapazitätsbeschränkung des Autobahnstücks vor dem Schöneichtunnel sei weniger schlimm als die Belastung des Quartiers durch Schleichverkehr, fand Matthias Kestenholz (Grüne, Zürich).

Nach Ansicht von Benno Scherrer (GLP, Uster) hat die Einhausung Priorität und nicht die Einfahrt. Für die Lebensqualität der Bevölkerung in Schwamendingen sei wichtig, dass die Überdeckung der Nationalstrasse rasch realisiert und nicht weiter verzögert werde.

Auch der Regierungsrat will jede weitere Verzörgerung verhindern, wie Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer (SVP) sagte. Sie habe für die Anliegen der Quartierbevölkerung Verständnis. Da es sich um eine Nationalstrasse handle, liege die Realisierung des Projektes nicht in der Kompetenz des Kantons, sondern in jener von Bundesrat Moritz Leuenbergers Departement.

(sda)

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