Gegen Wahlkampf im Ausnahmezustand
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Gegen Wahlkampf im Ausnahmezustand

Die pakistanischen Oppositionsparteien haben Staatschef Pervez Musharraf aufgerufen, den Ausnahmezustand rechtzeitig vor der geplanten Parlamentswahl im Januar aufzuheben.

Andernfalls würde der Wahlkampf sehr schwierig, sagte am Montag Benazir Bhutto von der Pakistanischen Volkspartei (PPP). Andere Oppositionsparteien wie die Moslemliga erklärten, dass die Wahl unter den Bedingungen des Ausnahmezustands eine Verhöhnung der Demokratie wären.

Musharraf hat am Sonntag angekündigt, dass die Parlamentswahl wie geplant im Januar stattfinden soll. Einen Termin für die Aufhebung des Ausnahmezustands nannte er jedoch nicht. Stattdessen sagte der General, die Massnahmen seien erforderlich, um «absolut faire und transparente Wahlen» sicherzustellen.

Bhutto sagte, sie halte an dem geplanten Protestmarsch über 300 Kilometer von Lahore nach Islamabad fest. Am Freitag wurde sie von einem kurfristig verhängten Hausarrest daran gehindert, zu einer geplanten Grosskundgebung nach Rawalpindi zu gelangen, der Nachbarstadt von Islamabad.

Auch US-Aussenministerin Condoleeza Rice äusserte sich am Sonntag besorgt, dass Musharraf noch keinen Zeitrahmen für die Wiederherstellung der Bürgerrechte genannt habe. «Das ist keine perfekte Situation», sagte Rice. (dapd)

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