Gegen weitere Zersiedelung der Schweiz

Aktualisiert

Gegen weitere Zersiedelung der Schweiz

In der Schweiz verschwindet laut pro Natura jede Sekunde knapp ein Quadratmeter Boden unter Asphalt oder Beton. Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung hat sich in einer Umfrage gegen die weitere Zersiedelung ausgesprochen.

Die Schweiz werde ungebremst zugebaut, schreibt Pro Natura in einer Mitteilung vom Donnerstag. Jedes Jahr verschwinde eine Fläche unter Strassen und Häusern, die der Fläche des Brienzersees entspreche.

Knapp und wertvoll

Boden sei eine nicht erneuerbare Ressource, ein knappes und wertvolles Gut. Viele Schweizerinnen und Schweizer hätten das erkannt und wollten einen rücksichtsvollen Umgang mit dem Boden, schreibt Pro Natura.

Diese Feststellung stützt die Umweltorganisation auf eine Umfrage, die auf ihre Veranlassung letzten Sommer bei 1005 Personen in der ganzen Schweiz vom Forschungsinstitut gfs-zürich durchgeführt wurde.

Zuviel Land verbaut

52 Prozent der Befragten sind demnach der Ansicht, dass zuviel Land in der Schweiz verbaut wird, 50 Prozent wären mit einer Begrenzung auf den derzeitigen Stand einverstanden. 34 Prozent wollen die Siedlungsfläche hingegen nicht begrenzen. Die restlichen Befragten hatten keine Meinung oder gaben keine Antwort.

In der Deutschschweiz befürworten sogar 57 Prozent einen Stopp der Zersiedelung. Bei besonders schönen Landschaften sind die Meinungen laut Pro Natura noch deutlicher: Vier von fünf Befragten (80BProzent) wünschen sich, dass in solchen Landschaften das Bauen eingeschränkt wird.

Zusammen mit anderen Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz, Landwirtschaft und Wohneigentum bereitet Pro Natura derzeit eine eidgenössische Volksinitiative vor, mit welcher der Zersiedelung Grenzen gesetzt werden sollen.

(sda)

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