Aktualisiert 25.09.2005 20:19

Gegner der Zollfreistrasse blitzten vor Bundesgericht ab

Die Gegner der Zollfreistrasse haben vor Bundesgericht eine Niederlage erlitten: Die Einsprache gegen eine Rodungsbewilligung an der Wiese wurde abgewiesen.

«Morgen wird die Zollfreistrasse zwar noch nicht gebaut, aber dem Bundesgerichtsentscheid kommt wegweisende Bedeutung für weitere Entscheide zu», sagte gestern Baudirektorin Barbara Schneider auf Anfrage. Neben zwei Enteignungsverfahren seien noch verschiedene Beschwerden der Zollfreigegner hängig. Diese müssten jetzt möglichst schnell behandelt werden, denn der Druck von deutscher Seite sei nach wie vor hoch. «Zudem muss nächstes Jahr noch über die Wiese-Initiative abgestimmt werden», gab Schneider zu bedenken. Die Initiative verlangt, dass die Landschaft entlang der Wiese – dort, wo dereinst die Zollfreistrasse gebaut werden soll – geschützt werden muss.

«Natürlich habe ich vor Bundesgericht verloren», sagte gestern Gegner-Anwalt René Brigger, aber mit den hängigen Verfahren habe man einige Pfeile im Köcher. «Noch ist nicht aller Tage Abend», meinte Brigger. Auch Dieter Stumpf, Koordinator der IG Auenpark am Schlipf, bedauert den Entscheid sehr. Aber Stumpf ist überzeugt: «Wenn die Fällung der Bäume bevorsteht, werden die Aktivisten wohl wieder vor Ort sein.»

(lvi)

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