Covid-Gesetz – Nein-Komitee löscht Bilder von Ueli Maurer von ihrer Website
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Intervention der Bundeskanzlei?Gegner des Covid-Gesetzes löschen Maurer-Bilder von ihrer Website

Für die Abstimmung zum Covid-Gesetz warb das Nein-Komitee mit Bundesrat Ueli Maurer. Nun sind die Bilder gelöscht worden – wegen Problemen mit dem Urheberrecht, wie es heisst.

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Auf der Kampagnen-Website wurde mit Statements von Bundesrat Ueli Maurer geworben. 

Auf der Kampagnen-Website wurde mit Statements von Bundesrat Ueli Maurer geworben.

20min/Tarek El Sayed
Dabei wurden Interview-Zitate von ihm verwendet. 

Dabei wurden Interview-Zitate von ihm verwendet.

Screenshot covidgesetz-nein.ch 
Am Freitagmorgen waren die Bilder gelöscht. Bei der Bundeskanzlei hatte es geheissen, dass bei einer unautorisierten Verwendung von Bildern und Zitaten zu politischen Werbezwecken «in aller Regel eine Intervention» erfolge.

Am Freitagmorgen waren die Bilder gelöscht. Bei der Bundeskanzlei hatte es geheissen, dass bei einer unautorisierten Verwendung von Bildern und Zitaten zu politischen Werbezwecken «in aller Regel eine Intervention» erfolge.

Screenshot covidgesetz-nein.ch 

Darum gehts

  • Bundesrat Ueli Maurer war auf der Kampagnenwebsite des Komitees: «Covid-Verschärfung Nein» zu sehen.

  • Am Freitag wurden die Bilder gelöscht – eine mögliche Intervention wollte die Bundeskanzlei nicht kommentieren.

  • Komitee-Sprecher Josef Ender sagt: «Eine Überprüfung ergab, dass die Urheberrechte nicht zweifelsfrei geklärt waren.» Darum seien sie gelöscht worden.

Die Gegnerinnen und Gegner des Covid-Gesetzes haben Bilder von Ueli Maurer von ihrer Kampagnenwebsite entfernt. Der Bundesrat war noch am frühen Freitagmorgen dort als Testimonial zu sehen: «Der Staat hat nicht die Aufgabe, jede und jeden vor dem Tod zu schützen», wird Maurer etwa aus einem Interview zitiert.

Die Bundeskanzlei wollte auf Anfrage zum konkreten Fall keine Stellung nehmen. Sie hatte aber am Donnerstag gegenüber «Nau» mitgeteilt, dass bei einer unautorisierten Verwendung von Bildern und Zitaten zu politischen Werbezwecken «in aller Regel eine Intervention durch die Bundeskanzlei» erfolge.

Komitee: «Urheberrecht unklar»

Ob das Komitee «Covid-Verschärfung Nein» Kontakt mit der Bundeskanzlei hatte, sagt Sprecher Josef Ender nicht. Die Fotos von Bundesrat Ueli Maurer stammten aus einer Bilddatenbank: «Eine Überprüfung ergab, dass die Urheberrechte nicht zweifelsfrei geklärt waren.» Darum seien sie gelöscht worden, so Ender.

Ueli Maurer als Werbesujet mache grundsätzlich Sinn, sagt Ender: «Wie die Zitate zeigten, setzt sich der Bundesrat gegen die Diskriminierung von Ungeimpften ein – genauso wie wir das auch tun.» Ob Bilder und Zitate von Maurer zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf der Kampagnenwebsite hochgeladen werden, liess Ender offen.

(nk)

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