Gegner verlangen «Visualisierung» des «Stadtraums HB»

Aktualisiert

Gegner verlangen «Visualisierung» des «Stadtraums HB»

Die Gegner des Gestaltungsplans Stadtraum HB fordern den Stadtrat auf, die möglichen Bauten auf dem Areal neben dem Bahnhof durch Gespanne zu visualisieren.

Nur so könnten sich die Stimmberechtigten ein Bild zur Abstimmungsvorlage machen.

In einem Monat wird in Zürich über den Gestaltungsplan für das Bahnhofsareal neben der Sihlpost abgestimmt. Den Gegnern, die mit ihrem Referendum die Abstimmung erzwungen haben, reicht dies jedoch nicht.

Laut einer Mitteilung vom Montag verlangen sie vom Stadtrat, die «Mantellinien mit den möglichen Kubaturen gemäss Gestaltungsplan auszustecken oder in anderer geeigneter Form zu visualisieren». Nur so könnten sich die Stimmberechtigten ein richtiges Bild machen.

Die Gegner bekämpfen den vom Stadtparlament verabschiedeten Gestaltungsplan, weil er gegenüber der heutigen Zonierung eine deutlich höhere Ausnützung erlaube. Vor allem die möglichen Hochhausbauten könnten nach Ansicht des Referendumskomitees das Stadtbild deutlich verändern.

Stadt spricht von «Desinformation»

Laut Urs Spinner, Mediensprecher des Zürcher Hochbaudepartements, gibt es keine Rechtsgrundlage für die geforderte «Visualisierung». Diese führe ohnehin zu einer «Desinformation» der Stimmberechtigten, da gar nicht feststehe, was auf dem Areal schliesslich gebaut werde.

Konkrete Bauprojekte würden aber künftig durch Baugespanne visualisiert - im Rahmen der regulären Baubewilligungs- und Einspracheverfahren, sagte Spinner. Spinner bezeichnete die Forderung als Stimmungsmacherei im Rahmen eines Wahlkampfes.

Bild: www.nein-stadtraumhb.ch (sda)

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