Drohung wegen Hochspannungsleitung - «Geh zurück auf dein Grundstück oder ich erschiess dich»
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Drohung wegen Hochspannungsleitung«Geh zurück auf dein Grundstück oder ich erschiess dich»

Der Besitzer eines Grundstücks drohte drei Mitarbeitern einer Stromversorgungsfirma, sie zu erschiessen. Das Gericht sprach ihn nun schuldig.

von
Zoé Stoller
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Ein Walliser bedrohte im November drei Männer, die sich legal auf seinem Grundstück befanden. (Symbolbild)

Ein Walliser bedrohte im November drei Männer, die sich legal auf seinem Grundstück befanden. (Symbolbild)

20min/Karina Romer
Er sagte, er würde die Mitarbeiter einer Stromversorgungsfirma erschiessen, wenn sie sein Terrain nicht verliessen.

Er sagte, er würde die Mitarbeiter einer Stromversorgungsfirma erschiessen, wenn sie sein Terrain nicht verliessen.

Pixabay (Symbolbild)
Er richtete ein Gewehr mit abgesägtem Lauf und ohne Bewilligung auf seine unerwünschten Gäste.

Er richtete ein Gewehr mit abgesägtem Lauf und ohne Bewilligung auf seine unerwünschten Gäste.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Im November bedrohte ein Walliser drei Männer, die sich auf seinem Grundstück befanden, mit einer Waffe.

  • Die Stromversorgungsmitarbeiter befanden sich legal auf dem Terrain.

  • Nun wurde der Besitzer des Geländes vom Gericht verurteilt.

Ein Walliser zückte letztes Jahr sein Gewehr und bedrohte damit Mitarbeiter einer Stromversorgungsfirma. Er drohte den Männern, sie zu erschiessen, wenn sie sein Grundstück nicht verliessen. Nun wurde er dafür verurteilt, wie der «Walliser Bote» schreibt.

«Geh zurück auf dein Grundstück oder ich erschiess dich», sagte der Eigentümer des Grundstücks, auf dem eine Höchstspannungsleitung gebaut wird, im November. Auf seinem Gelände wird die Leitung Chamoson-Chippis gebaut. Die Diskussion um diese Installation ist sehr emotional geladen. Drei Mitarbeiter von Swissgrid, die für das Projekt zuständig ist, befanden sich legal auf dem Grundstück, auf welchem der Masten steht. Als der Besitzer des Terrains die Männer sichtete, näherte er sich ihnen und bedrohte sie mit einem Gewehr mit abgesägtem Lauf, an welchem Schalldämpfer und Zielfernrohr montiert waren. Danach beobachtete er seine unerwünschten Gäste weiter.

Diese alarmierten die Polizei, weil sie sich nicht sicher fühlten. Die Polizistinnen und Polizisten sperrten daraufhin das Gebiet ab und verhafteten den Besitzer. Für seine Waffe hatte er keine Bewilligung. Sie wurde konfisziert und später vernichtet.

Nun hat das Gericht den Grundstückeigentümer zu 30 Tagessätzen auf Bewährung verurteilt. Wegen Drohung und Verstoss gegen das Waffengesetz muss er ausserdem eine Busse von 300 Franken bezahlen. Dazu kommen die Verfahrenskosten, welche 800 Franken betragen.

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