Aktualisiert 01.04.2010 10:11

21 Babyleichen im FlussGehalt aufbessern mit Babyleichen

Nach dem Fund von 21 Babyleichen in einem ostchinesischen Fluss sind nun vier Mitarbeiter der Universitätsklinik in Shangdon festgenommen worden.

Horrorfund am Flussufer: 21 tote Babykörper lagen verstreut herum. (Bild: Reuters)

Horrorfund am Flussufer: 21 tote Babykörper lagen verstreut herum. (Bild: Reuters)

Bei zwei der Festgenommenen handelt es sich nach Medienangaben vom Mittwoch um Manager des Krankenhauses im chinesischen Shangdon, bei den beiden anderen um Angestellte des angeschlossenen Leichenhauses. Sie alle hatten ihre Gehälter aufbessern wollen und den Angehörigen der verstorbenen Babys gegen Entgelt eine würdige Bestattung versprochen.

Stattdessen hatten sie die in Plastiksäcken steckenden Leichen jedoch in den nahen Guangfu-Fluss geworfen.

Entsorgen statt bestatten

Dort waren die Leichen am Sonntag nahe der Stadt Jining von Arbeitern gefunden worden. Die Spitalangestellten erklärten bei der Festnahme, sie seien von den Familien der toten Kinder bezahlt worden, um die Leichen zu bestatten, hätten sie stattdessen aber in den Fluss geworfen.

Acht Kinder trugen das Plastikband der Klinik am Fuss, die anderen 13 konnten zunächst nicht identifiziert werden, wie die Zeitung «Renmin Ribao» berichtete.

(sda)

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