Geheimdienst bestätigt Tod von El-Kaida-Führern
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Geheimdienst bestätigt Tod von El-Kaida-Führern

Bei dem US-Luftangriff auf ein pakistanisches Dorf sind nach Geheimdienstinformationen mehrere führende El-Kaida-Mitglieder getötet worden.

Unter den vermutlich vier getöteten Extremisten sei der Schwiegersohn von El-Kaida-Vize Aiman el Sawahiri sagte ein hochrangiger pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem US-Luftangriff in der vergangenen Woche waren am vergangenen Freitag auch 18 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, ums Leben gekommen.

Eigentlich hatte der CIA-Angriff mit einer unbemannten Drohne Aiman el Sawahiri gegolten. Stattdessen wurde nach den Informationen der «New York Times» und der pakistanischen Zeitung «Dawn» dessen Schwiegersohn Abdur Rehman el Maghribi getötet. Der Marokkaner habe die El-Kaida-Propaganda gesteuert.

«Dawn» zählte auch den Leiter der El-Kaida-Aktivitäten in der afghanischen Provinz Kunar, Abu Obaidah el Masri, zu den Toten. Auf Mursi war ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Er soll im afghanischen Derunta ein El-Kaida-Trainingslager geleitet haben, in dem hunderte Mudschahedin den Gebrauch von Sprengstoff und Gift lernten. Ein viertes Todesopfer könnte nach Medienberichten ein Ägypter namens Mustafa Usman sein.

Keine Bestätigung für Mursis Tod

Mursis Tod wurde von den USA nicht bestätigt. «Es ist eine offene Frage, wer am Angriffsort anwesend war», sagte eine US- Beamter, der anonym bleiben wollte. Wenn der Terrorist tatsächlich bei dem Angriff starb, wäre dies «eine sehr bedeutsame Entwicklung», sagte ein anderer US-Beamter.

Pakistans Informationsminister Rashid betonte, die Identität der Toten müsse erst noch überprüft werden. Offenbar seien jedoch die sterblichen Überreste der Extremisten von Anhängern aus ihren Gräbern weggebracht worden.

Der US-Angriff hatte landesweite Proteste ausgelöst und zu einer Protestnote der pakistanischen Regierung an die USA geführt. Die USA entschuldigten sich bislang nicht. Die Entscheidung für den Angriff sei nicht leichtfertig getroffen worden, hiess es aus offiziellen Kreisen.

Notiz: Die Meldung bsd001 wurde nach der Bestätigung durchgehend ergänzt und umgeschrieben.

(sda)

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