Aktualisiert 20.04.2007 13:22

Geheimdienst nahm Kasparow in die Mangel

Der russische Kreml-Kritiker und frühere Schachweltmeister Garry Kasparow ist heute mehrere Stunden lang vom Geheimdienst FSB befragt worden.

Kasparow sagte, die Agenten hätten sich auf seine Erklärungen in einer Radiosendung und Zeitungsartikeln konzentriert, die vor den Demonstrationen der Opposition am Wochenende in Moskau und St. Petersburg erschienen seien. Sie hätten offenbar nach extremistischen Aussagen oder Hinweisen auf extremistische Aktivitäten gesucht.

«Das ist absolut gegenstandslos», sagte Kasparow nach dem vierstündigen Gespräch in einem FSB-Büro in Moskau. «Alle unsere Erklärungen waren auf einen friedlichen Protest gerichtet.» Er betonte, die Demonstrationen seien gewaltfrei verlaufen. Der FSB habe nichts in der Hand, um ihn anzuklagen, «aber wir wissen, dass heutzutage in Russland niemand sicher ist». Kasparow bemüht sich, vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im kommenden Jahr die Oppositionskräfte in Russland zu einen. (dapd)

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