IT-Sicherheit: Geheime Attacken auf Apple-Rechner
Aktualisiert

IT-SicherheitGeheime Attacken auf Apple-Rechner

Bislang hinterliessen Cybergangster Spuren auf gekaperten Apple-Geräten. Doch ab sofort sollen sie dank einer Sicherheitslücke unerkannt bleiben. Auch das iPhone soll so zum Risiko für seine Besitzer werden.

Der italienische Programmierer Vincenzo Iozzo hat nach eigenen Angaben eine Methode gefunden, wie man Schadprogramme unbemerkt auf Apple-Computer bringen kann.

Cyberkriminelle hinterlassen normalerweise Spuren, weil sie auf der Festplatte Dateien ablegen, die dann wiederum vom Virenscanner entdeckt werden können. Iozzo will es geschafft haben, eine Datei im Speicherbereich eines Programms unter Mac OS X auszuführen. Dadurch würde die Festplatte nicht verändert und Schutzprogrammen das Auffinden des Schädlings deutlich schwerer gemacht. Laut Iozzo soll der Angriff auch auf dem iPhone möglich sein, da auf Apples Handy eine spezielle Version des Betriebssystems läuft. Auf der IT-Sicherheitskonferenz Black Hat wird Iozzo mehr Details zu seiner Entdeckung verraten. Bislang waren ähnliche Lücken nur von Windows und Linux bekannt.

Zusätzliche Gefahr droht Mac-Besitzern, die illegal Software heruntergeladen haben. In einer vor allem über das Bittorrent-Netzwerk verteilten Version des Bildbearbeitungsprogrammes Adobe Photoshop CS4 soll sich ein Schädling namens OSX.TrojaniServices.B befinden. Startet man die so genannte Crack-Datei, um den Kopierschutz zu deaktivieren, wird der Trojaner ausgeführt. Dann nimmt er Kontakt zu einem Server auf, über den Hacker den infizierten Rechner unter ihre Kontrolle bringen können. Wie appleinsider.com berichtet, soll eine andere Version des Trojaners in der Vorwoche in Raubkopien der Bürosoftware iWork '09 aufgetaucht sein.

(hst)

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