FC Basel: Geheime Klausel in Fischers Vertrag
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FC BaselGeheime Klausel in Fischers Vertrag

Hält der FC Basel an Trainer Urs Fischer fest? Der Vertrag mit dem Zürcher verfügt über eine geheime Option.

von
E. Tedesco
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FCB-Präsident Bernhard Heusler und Trainer Urs Fischer sprechen in Basel nach dem letzten Spieltag mit den Medien über das erste Halbjahr und ziehen Bilanz. Mit 12 Punkten Vorsprung in der Tabelle auf YB lässt sich gut lachen.

FCB-Präsident Bernhard Heusler und Trainer Urs Fischer sprechen in Basel nach dem letzten Spieltag mit den Medien über das erste Halbjahr und ziehen Bilanz. Mit 12 Punkten Vorsprung in der Tabelle auf YB lässt sich gut lachen.

Keystone/Patrick Straub
Ein Thema war auch die Vertragssituation von Trainer Urs Fischer, dessen Kontrakt im Sommer 2017 ausläuft. Heusler spricht über eine «Vertrauensverhältnis und eine Option zur Verlängerung».

Ein Thema war auch die Vertragssituation von Trainer Urs Fischer, dessen Kontrakt im Sommer 2017 ausläuft. Heusler spricht über eine «Vertrauensverhältnis und eine Option zur Verlängerung».

Keystone/Patrick Straub
Auch Urs Fischer äussert sich zu seinem Arbeitspapier. «Der Vertrag hat sich noch nicht automatisch verlängert.»

Auch Urs Fischer äussert sich zu seinem Arbeitspapier. «Der Vertrag hat sich noch nicht automatisch verlängert.»

Keystone/Patrick Straub

Dominant in der Meisterschaft, international chancenlos. So lässt sich die erste Tranche der Saison 2016/17 des FC Basel zusammenfassen. Rotblau überwintert zwar erstmals seit 7 Jahren nicht europäisch, auf der anderen Seite schloss der FCB die Hinrunde mit dem zweitbesten Resultat seit der Einführung der Super League ab. Mehr (52) als die aktuell 47 Punkte, sammelten die Basler nur in der Saison 2003/04, als sie am Saisonende mit dem Rekord von 85 Zählern Meister wurden. Zudem ist Basel noch im Cup (im Viertelfinal gegen den FCZ) dabei.

Dennoch ist der FCB Kritik ausgesetzt. In den Medien und auch unter den Anhängern wird seit Wochen eine Trainer-Diskussion geführt. Vielleicht auch, weil der FCB im Herbst 2016 nie wirklich überraschen konnte. Man wusste immer irgendwie was kommt, und das ist selten ein gutes Zeichen. Hat Urs Fischer eine Zukunft in Basel? Sollte der Club ein Zeichen setzen, um Ruhe in die Diskussion zu bringen?

Es gab erste Gespräche

Am Montag äusserte sich FCB-Präsident Bernhard Heusler im Rahmen eines Vorrunden-Bilanz-Gesprächs zum Thema. «Es ist so, dass der Vertrag Ende Saison ausläuft, aber die Option einer Verlängerung beinhaltet.» Zu den Klauseln äusserte sich Heusler nicht. «Ein Vertrag basiert auf einem Vertrauensverhältnis zwischen zwei Partnern und so lange das Vertrauen da ist, braucht es kein Zeichen. So haben wir noch keinen Trainer behandelt und werden es auch jetzt nicht tun. Wir sind zufrieden, wie Urs Fischer das Team führt und welche Werte er vermittelt.»

Und Fischer? Auch er äusserte sich zu seinem Arbeitspapier und verriet ein bisschen mehr: «Es hat schon erste Gespräche zwischen mir und der Clubleitung gegeben. Was ich sagen kann, ist, dass die Option noch nicht in Kraft getreten ist, die den Vertrag automatisch verlängert.» Die geheime Klausel oder Option, die zur automatischen Verlängerung führt, nannte Fischer als Vertrauenspartner natürlich auch nicht. Der FCB-Trainer beschäftigt sich ohnehin schon lieber mit der Planung für die Vorbereitung auf die Rückrunde, die der FCB am 4. Januar 2017 aufnimmt.

Kaderreduktion?

Plant Fischer mit einer Kaderreduktion nach dem Europacup-Aus? «Das Kader zu verkleinern, nur weil jetzt die internationalen Spiele wegfallen, wäre ein wenig seltsam, zumal wir möglicherweise von nur zwei Spielen hätten ausgehen können.» Heusler ergänzt, dass aber auch ein Spieler den Wunsch äussern könnte, zu wechseln, oder dass sich ein Club intensiv um einen Profi der Basler bemüht. «Meine Erfahrung ist aber, dass es im Hinblick auf Transfers bis Ende Jahr in der Regel eher ruhig bleibt.» Die Erfahrung hat aber auch schon gezeigt, dass es oft anders kommt, als man denkt.

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