Comeback: Gehrig schliesst Wahlannahme nicht aus

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ComebackGehrig schliesst Wahlannahme nicht aus

Rücktritt vom Rücktritt: Ständeratskandidat Jürg Gehrig schliesst eine Wahlannahme nicht mehr aus. In der BDP sorgt dies für weitere Konfusion.

von
eli
Jürg Gehrig sprach am Donnerstag in Zürich vor den Medien.

Jürg Gehrig sprach am Donnerstag in Zürich vor den Medien.

20 Minuten hatte es angekündigt, gestern folgte die Bestätigung: Jürg Gehrig (58) will die Annahme einer allfälligen Wahl in den National- oder Ständerat nicht mehr ausschliessen. «Grundsätzlich bleibe ich als Person weiterhin wählbar», so Gehrig an der gestrigen Medienkonferenz. Zur Veranschaulichung seiner Ambitionen hatte er sich vor sein BDP-Wahlplakat gesetzt.

Noch vor zwei Wochen hatte der Walenstadter Unternehmer den Rücktritt von allen politischen Ämtern und den Verzicht auf seine Kandidatur verkündet (20 Minuten berichtete). «Was ich damals nicht bedacht hatte, ist, dass mich gewisse Leute bereits gewählt hatten», begründete er seinen Meinungswandel. Auch bekomme er täglich Mails und Anrufe von Menschen, die seinen Verzicht bedauerten.

Innerhalb der BDP sorgt Gehrigs neue Bereitschaft für gemischte Reaktionen. «Ich erwarte, dass Herr Gehrig im Fall einer Wahl auf eine Annahme verzichten würde», sagt BDP-Kantonalpräsident Roland Breitler. Das wiederum ist für Pius Thoma «reines Wunschdenken»: Der Wahlleiter der Partei würde eine Wahl Gehrigs «nach wie vor sehr begrüssen». Zwischen Breitler und Thoma herrscht seit Wochen Eiszeit. Gehrig selbst bezeichnet seine Chancen als eher gering. «Wir haben vor zwei Wochen alle Werbeaktivitäten eingestellt.»

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