Aktualisiert 11.06.2008 17:59

WILD BEASTS - «LIMBO, PANTO»Gehstock und Monokel

Das Falsett des Sängers der Wild Beasts wirkt schon ziemlich gekünstelt.

Und auch der kehlige Tenor des Bassisten ist ein bisschen zu schnörkellos. Trotzdem zieht sie einen rein, diese Musik, die von Tempo- und Stilwechseln lebt: Powerpop wird von Walzertakt abgelöst, und liebliche Melodien harmonieren mit abgefahrenen Wortschöpfungen. Die Songs erinnern an vergangene Zeiten. An Alice im Wunderland. An Musicals. Und an Engländer mit Gehstock und Monokel. Sie lassen einen grinsen und weinen. Schräge, verwirrende Dinge befinden sich auf «Limbo, Panto» — aber es ist gut so, nur Geduld. «Wir sind nicht interessiert an Bier und Testosteron», sagte die Band kürzlich. Uns solls recht sein.

(dus)

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