Aktualisiert 23.02.2020 17:25

Kombination Crans-MontanaKein weiterer Schweizer Coup in Crans-Montana

Die Schweizerinnen können in der Kombination nicht überzeugen, Gisin wird als beste Schweizerin Vierte. Brignone gewinnt vor Gritsch und Ledecka.

von
mob
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Die Enttäuschung ist ihr ins Gesicht geschrieben: Wendy Holdener wird in der Kombination von Crans-Montana Fünfte.

Die Enttäuschung ist ihr ins Gesicht geschrieben: Wendy Holdener wird in der Kombination von Crans-Montana Fünfte.

Keystone/Alessandro della Valle
Michelle Gisin fehlen elf Hundertstel zu einem Podestplatz - sie muss sich mit dem vierten Platz begnügen.

Michelle Gisin fehlen elf Hundertstel zu einem Podestplatz - sie muss sich mit dem vierten Platz begnügen.

kein Anbieter/AP Photo/Gabriele Facciotti
Aufs Podest schafft es Ester Ledecka. Die Tschechin, welche auch im Snowboard-Weltcup aktiv ist, wird Dritte.

Aufs Podest schafft es Ester Ledecka. Die Tschechin, welche auch im Snowboard-Weltcup aktiv ist, wird Dritte.

kein Anbieter/AP Photo/Gabriele Facciotti

Die Schweizer Festspiele im Wallis, sie sind am Sonntag zu Ende gegangen. Aber nicht so, wie sich das die Gastgeberinnen erhofft hätten. Nachdem Lara Gut-Behrami und Corinne Suter am Freitag und Samstag zwei Doppelsiege in der Abfahrt feiern konnten, gingen die Schweizerinnen in der Alpinen Kombination leer aus. Es triumphierte Federica Brignone (ITA) vor Franziska Gritsch (AUT) und Ester Ledecka (CZE).

Michelle Gisin verpasste als Vierte das Podest nur um elf Hundertstelsekunden. Wobei der Kombinations-Olympiasiegerin die Analyse einigermassen leicht fiel. Im Super-G am Morgen war sie schnell unterwegs gewesen - schneller noch als Brignone. Doch dann unterlief ihr in der Einfahrt zum Steilhang ein folgenschwerer Fehler, der ihr 1,1 Sekunden Rückstand einbrachte. «Und trotzdem kann ich positiv von diesem Berg weggehen», meinte Gisin. Sie war bekanntlich in der ersten Abfahrt am Freitag gestürzt. «Bis zu meinem Fehler war ich vor Federica, das stimmt mich zuversichtlich.»

Wendy Holdener (5.) dagegen verpasste den Podestplatz vor allem am Nachmittag im Slalom. In ihrer Spezialdisziplin kam die Schwyzerin überhaupt nicht auf Touren. «Es war ein Kampf, ich war im Slalom zu wenig in der Falllinie, immer etwas zu spät, musste deshalb bremsen», sagte sie im Interview mit SRF.

Dank ihres Sieges übernimmt Brignone die Führung im Gesamtweltcup - vor Mikaela Shiffrin. In einer Woche, wenn in La Thuile (ITA) die letzte Alpine Kombination der Saison stattfindet, könnte sich Brignone vorerst eine kleine Kristallkugel sichern.

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