Unheimliche Brandserie: Geht in Rupperswil ein Feuerteufel um?

Aktualisiert

Unheimliche BrandserieGeht in Rupperswil ein Feuerteufel um?

Eine Reihe von Brandanschlägen versetzt die Gemeinde Rupperswil AG in Schrecken. Am Wochenende wurde nicht nur das Schützenhaus angezündet, auch auf die Sporthalle wurde ein Anschlag verübt. Ende Juni war schon das Feuerwehrmagazin bei einem Brandanschlag stark beschädigt worden.

Das Rupperswiler Schützenhaus wurde bei einem Brand in der Nacht auf Montag vollständig zerstört. Schon am Montagnachmittag war klar: Vieles deutet auf Brandstiftung hin. Denn das Feuer war vom Holzstapel beim Eingang ausgegangen.

Noch zwei weitere Anschläge

Pikant: Das Schützenhaus war nicht der einzige Ort, an dem Unbekannte in jener Nacht Feuer legten. Auch auf die Sporthalle wurde ein Anschlag verübt. Gemäss «Aargauer Zeitung» warfen die Täter brennende Anzündwürfel durch ein gekipptes Fenster in den Abwartraum. Weil der Bau aus schwer brennbaren Materialien erstellt wurde, war der angerichtete Schaden aber gering. «Der Abwart bemerkte den Anschlag erst am Monatagmorgen, als er zur Arbeit kam», sagte Gemeindepräsident Rudolf Hediger auf Anfrage von «20 Minuten Online». Ausserdem wurde ebenfalls in der Nacht auf Montag ein Robidog-Behälter bei einer Waldhütte angezündet.

Vor zwei Monaten schon Anschlagserie

Doch die Serie vom Wochenende waren nicht die einzigen Brandanschläge. Bereits Ende Juni wurde beim neuen Feuerwehrmagazin kurz vor der Eröffnung Feuer gelegt. «An vier Orten wurde damals Baumaterial angezündet», erzählt Hediger. Der Sachschaden betrug 120 000 Franken. Im Herbst 2008 war brannte zudem schon einmal ein Velo vor dem Schützenhaus. «Und Hochsprungmatten wurden angezündet», so Hediger. Die Kantonspolizei und Gemeinde vermuteten die Täter seien Jugendliche. «Wir setzten eine Belohnung von 5000 Franken für Hinweise aus, leider ohne Erfolg», sagt Hediger.

Videoüberwachung und Patrouillen

Die erneuten Vorfälle verunsichern den Gemeindepräsidenten und machen ihn gleichzeitig wütend. «Wir wollen diese Anschläge nicht tatenlos hinnehmen», so Hediger. Denn: In den letzten Wochen wurden auch ungewöhnlich viele Vandalenakte im Ort verübt. Darum wird jetzt die Patrouillentätigkeit der Securitas verstärkt. Zudem denkt der Gemeinderat laut über Videoüberwachung nach und hat weiterhin 5000 Franken für Hinweise ausgesetzt. Damit wolle man künftige Anschläge verhindern, sagt Hediger. «Denn die Leute im Dorf haben Angst und fragen sich, welches öffentliche Gebäude brennt als nächstes?»

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