Coronavirus in der Schweiz : Geimpfte Person stirbt – Zusammenhang mit Vakzin unklar
Publiziert

Coronavirus in der Schweiz Geimpfte Person stirbt – Zusammenhang mit Vakzin unklar

In der Schweiz verstarb eine Person, die eine Coronavirus-Impfung erhielt. Ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gab, ist unbekannt. Die Impfung gilt als sicher. Wer auf Vakzine allergisch ist, sollte allerdings nicht geimpft werden.

1 / 3
In der Schweiz ist eine Person nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestorben.

In der Schweiz ist eine Person nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestorben.

Gettyimages 
 «Uns ist der Fall bekannt», sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdepartements des Kantons Luzern am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters.

«Uns ist der Fall bekannt», sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdepartements des Kantons Luzern am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters.

Sina Schuldt/dpa
Die Sprecherin nannte keine weiteren Einzelheiten. Sie machte keine Angaben zu der Fragen, ob der Todesfall in Zusammenhang mit der Impfung stehe.

Die Sprecherin nannte keine weiteren Einzelheiten. Sie machte keine Angaben zu der Fragen, ob der Todesfall in Zusammenhang mit der Impfung stehe.

Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/

Darum gehts

  • In einem Luzerner Pflegeheim starb eine Person nachdem sie gegen das Coronavirus geimpft wurde.

  • Ob ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch unklar.

  • Grundsätzlich gilt die Impfung als sicher. Bei einer Allergie auf Impfstoffe, können allerdings Komplikationen auftreten.

  • Weltweit wurden bereits mehrere Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

In der Schweiz ist eine Person nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestorben. «Uns ist der Fall bekannt», sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdepartements des Kantons Luzern am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters.

Die Behörden hätten eine Meldung an das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic gemacht, das für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist. Die Sprecherin nannte keine weiteren Einzelheiten. Sie machte keine Angaben zu den Fragen, ob der Todesfall in Zusammenhang mit der Impfung stehe.

Im Laufe des Nachmittags nahm Swissmedic Stellung zum Vorfall. Demnach handelte es sich bei der betroffenen Person um eine 91-jährigen Person, die an mehreren schweren Vorerkrankungen gelitten habe.

«Weder die Krankengeschichte noch der akute Krankheitsverlauf legen einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen der Covid-19-Impfung und dem Tod nahe», so Swissmedic.

Der Präsident der Haus- und Kinderärzte Schweiz erklärt die wichtigsten Fragen rund um das Impfen.
(Video: Till Burgherr)

Impfstoff gilt als sicher

Grundsätzlich gilt der Impfstoff von Pfizer/Biontech als sicher. Weltweit wurden bereits mehrere Millionen Menschen damit geimpft. Experten betonen, dass Menschen mit Allergien nicht gegen das Coronavirus geimpft werden sollen.

Anlässlich der Zulassung hatte Swissmedic am 19. Dezember bekanntgegeben, dass die häufigsten in den Zulassungsstudien dokumentierten Nebenwirkungen vergleichbar mit jenen nach einer Grippeimpfung seien.

Lies hier den gesamten Faktencheck zu den Covid-Impfungen.

Covid-Impfung: Faktencheck

Die Impfstoffe wurden im Rekordtempo entwickelt: Sind sie überhaupt sicher?

Auf den ersten Blick mag es so wirken, dass die Entwicklung rasend schnell verlief. Doch Wissenschaftler weltweit forschen bereits seit dem Sars-Ausbruch 2003/04 und der Mers-Epidemie 2012 zu Coronaviren, wie Christine Dahlke, Biologin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Impfstoffexpertin, in der ZDF-Sendung «Markus Lanz» erklärt: «Wir kennen Coronaviren und ihre Spike-Proteine schon lange.» Entsprechend sei in den letzten Jahren – unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit – die Impfstoffforschung vorangetrieben worden. Als dann die Sequenz von Sars-CoV-2 veröffentlicht wurde, habe man gleich loslegen können.

Welche Gefahr birgt das beschleunigte Zulassungsverfahren?

«Grundsätzlich gelten für Impfstoffe die gleichen hohen Zulassungsanforderungen wie für alle anderen Arzneimittel», bestätigt Lukas Jaggi, Sprecher des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic. «Die Arzneimittelsicherheit und die Sicherheit der Empfängerinnen und Empfänger haben höchste Priorität.»

Noch nie zuvor gab es mRNA-Impfstoffe – ist das nicht riskant?

Es sind tatsächlich die ersten ihrer Art. Aber «die Idee stützt sich auf 20 Jahre Grundlagenforschung», erklärt Jaggi. Zudem werde schon lange an der Methode geforscht – zur Vorbeugung viraler oder bakterieller Infektionskrankheiten und für die Behandlung von Krebserkrankungen. (fee)

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(REUTERS)

Deine Meinung