Aktualisiert 16.02.2005 12:51

Geisel Sgrena fleht um Ende der Besatzung

Die im Irak entführte italienische Journalistin Giuliana Sgrena hat auf einer Videoaufnahme zu einem Abzug der ausländischen Truppen aufgerufen.

«Sie müssen die Besatzung beenden, das ist der einzige Ausweg aus dieser Situation», sagte Sgrena in dem Video, das der Fernsehnachrichtenagentur APTN am Mittwoch zuging. Die 56-jährige Korrespondentin, die für die italienische Zeitung «Il Manifesto» und die deutsche Wochenzeitung «Die Zeit» arbeitet, war am 4. Februar in Bagdad verschleppt worden.

«Ich bitte die italienische Regierung, das italienische Volk, das gegen die Besatzung kämpft, ich bitte meinen Mann, bitte helft mir», sagte Sgrena. «Ihr müsst alles tun, um diese Besatzung zu beenden. Ich verlasse mich auf euch, ihr könnt mir helfen.» Auf dem Video sprach Sgrena sowohl italienisch als auch französisch. Sie wirkte müde und ängstlich. «Niemand sollte derzeit in den Irak kommen», sagte sie. «Nicht einmal Journalisten. Niemand.»

Wer hinter Sgrenas Entführung steckt, ist noch unklar. Auf islamischen Web-Sites im Internet sind verschiedene Bekennerschreiben aufgetaucht. Die italienische Regierung hat erklärt, für die Journalistin werde kein Lösegeld gezahlt. (dapd)

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