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Geiseldrama: Schweizer Mädchen ist wohlauf

Bei der gewaltsamen Befreiung von mindestens 29 Geiseln aus einer Schule in Kambodscha in der Nähe der Touristenattraktion Ankhor Wat ist ein aus Kanada stammendes Kind getötet worden.

Ein Schweizer Mädchen ist laut Berns Honorarkonsul mit grösster Wahrscheinlichkeit wohlauf.

Er versuche zur Zeit, Kontakt mit dem Schweizer Vater des Kindes aufzunehmen, sagte Honorarkonsul Pierre Tami in Phnom Phen am Donnerstag telefonisch gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Da er aber bisher nichts Negatives vernommen habe, gehe er davon aus, dass die Schweizerin gerettet wurde.

Ein Kind sei von den Geiselnehmern erschossen worden, die anderen seien befreit und die vier Geiselnehmer festgenommen worden, bestätigte auch ein Polizeivertreter am Donnerstag. Nach Angaben einer Augenzeugin verliess eine Gruppe von Kindern nach der Befreiungsaktion die Schule.

Sechs bewaffnete Männer hatten am Morgen die internationale Schule in der Stadt Siem Reap in der Nähe der berühmten Tempelanlage Angkor Wat gestürmt und nach Angaben von Augenzeugen mindestens 29 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren sowie einen Lehrer in ihre Gewalt gebracht.

Bewaffnete Polizisten in Zivil hatten wenig später das Gebäude gestürmt. Über das Motiv der Täter konnte Tami keine Angaben machen.

(dapd)

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