Aktualisiert 04.02.2013 11:19

Verschleppt

Geiseln in Syrien sind wieder frei

Im Austausch für «aufständische Kämpfer» sind in Syrien drei entführte Ingenieure aus Italien und Russland aus ihrer Geiselhaft freigelassen worden. Sie waren seit Dezember gefangen.

Drei in Syrien entführte Ingenieure aus Russland und Italien sind nach russischen Angaben wieder frei. Die Männer seien im Austausch für «aufständische Kämpfer» freigekommen, erklärte das russische Aussenministerium in Moskau am Montag, ohne weitere Details zu dem Austausch zu machen.

Die Geiseln wurden demnach bereits am Sonntag freigelassen. Die beiden entführten Russen seien bereits an die russische Botschaft in Damaskus übergeben worden, der Italiener werde vom syrischen Aussenministerium an italienische Vertreter übergeben, hiess es.

Intensive Kontakte zu Behörden

Die drei Männer arbeiteten für eine private syrische Giesserei in der Nähe der umkämpften Stadt Homs. Am 12. Dezember wurden sie auf einer Strasse zwischen Homs und der Hafenstadt Tartus verschleppt.

Russland habe «intensive Kontakte» zu den syrischen Behörden und «verschiedenen oppositionellen Kräften in Syrien und im Ausland» gehabt, um die Freilassung der Geiseln zu erreichen, teilte das Aussenministerium weiter mit. Russland zog sich in der Vergangenheit den Zorn der syrischen Opposition zu, weil Moskau Syriens Präsident Baschar al-Assad bislang vor UNO-Sanktionen wegen seiner Niederschlagung des Aufstands im Land schützte. (sda)

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