Geiselnahme in Tschetschenien unblutig beendet
Aktualisiert

Geiselnahme in Tschetschenien unblutig beendet

Die Geiselnahme in der an Tschetschenien grenzenden russischen Teilrepublik Dagestan ist am Dienstag unblutig beendet worden.

Die tschetschenischen Rebellen liessen die elf Geiseln frei.

Sie hätten sich zudem aus der Ortschaft Galatli zurückgezogen, teilte ein örtlicher Polizeisprecher nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen mit. Nach anderen Angaben wurden sieben Freischärler im Grenzgebiet zu Georgien und Tschetschenien von russischen Soldaten erschossen.

Am Vortag waren mehrere Dutzend Rebellen nach Dagestan eingefallen und hatten neun russische Grenzsoldaten aus einem Hinterhalt erschossen. Anschliessend nahmen die Rebellen in Galatli Geiseln, darunter nach russischen Angaben auch Frauen und Kinder. Das Gebiet im Kaukasus-Gebirge ist tief verschneit und schwer zugänglich.

In den vergangenen Jahren waren tschetschenische Rebellen mehrfach auf dagestanisches Territorium vorgedrungen. Der zweite Tschetschenien-Krieg hatte im August 1999 mit dem Überfall von Freischärlern auf dagestanische Dörfer begonnen. (sda)

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