Aktualisiert

Geiselnehmer von Eltern bewusstlos geschlagen

Nach der Geiselnahme in einer Schule in Kambodscha haben aufgebrachte Eltern die Täter zusammengeschlagen. Einer der Männer wurde bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen, ehe die Polizei die Menge unter Kontrolle brachte.

«Sie waren ausser sich», berichtete ein Sprecher der Militärpolizei nach dem Ende des Überfalls am Donnerstag in Siem Reap. Drei der vier Geiselnehmer wurden mit Fäusten und Tritten traktiert.

Bevor die Polizei nach sechs Stunden das Gebäude der Internationalen Schule in Siem Reap stürmte und die Täter überwältigte, wurde ein zweijähriger kanadischer Junge erschossen. Der Anführer der Geiselnehmer sagte bei der Polizei aus, dass er das Kind erschossen habe, weil es zu laut geweint habe. Die Geiselnehmer, die einen Lehrer und nahezu 30 Kinder in ihre Gewalt gebracht hatte, verlangten Geld, Waffen und ein Fluchtauto.

Die Familie des erschossenen Kleinkinds kam erst vor zwei Monaten nach Kambodscha. Der Vater des Jungen arbeitete für ein neues Hotel in Siem Reap. Die Stadt ist Ausgangspunkt für Touristenreisen zum buddhistischen Tempel Angkor Wat. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.