Aktualisiert 07.10.2014 17:02

Baar ZGGeissbock Zorro zurück bei der Besitzerin

Die Zuger Polizei ist den tierischen Ausreisser wieder los: Der ausgebüxte Geissbock heisst Zorro und ist wohlbehalten zurück in seinem Stall.

von
cza

«Die Zuger Polizei hat sich sehr liebevoll um meine Zwergziege gekümmert», sagte Besitzerin Jolanda Jetzer. Der Geissbock ist inzwischen wieder wohlbehalten in seinem Gehege bei seinen Artgenossen. «Etwas verstört und erschöpft wirkt er noch, aber zugleich glücklich und zufrieden», sagt die Besitzerin, die eine Ausbildung in tiergestützter Therapie und Pädagogik hat. Dass Zorro selbst aus dem Gehege ausgerissen ist, glaubt sie nicht: «Zwerggeissen können zwar hoch springen, aber Zorro ist mit 7 Jahren nicht mehr der Jüngste.» Zudem seien Ziegen Herdentiere und würden sich in der Regel nicht von der Gruppe entfernen.

Jetzer hat einen anderen Verdacht: «Ich habe im Gehege Schuhabdrücke entdeckt. Eine etwas beunruhigende Entdeckung», sagt sie. Möglicherweise habe jemand den Geissbock über den Zaun gehoben. Auch habe schon einmal jemand ein Loch in den Zaun geschnitten. Zudem hat sie schon öfters Plastikkugeln von Spielzeugpistolen gefunden. «Hoffentlich werden die Tiere künftig verschont», sagt Jetzer.

Ausgebüxt war Zorro in der Nacht auf Dienstag: Kurz vor 4 Uhr ging der Notruf bei der Zuger Polizei ein. Das Tier irrte auf der Früebergstrasse in Baar ziellos umher und meckerte durch die Nacht. Den ausgerückten Einsatzkräften gelang es bald einmal, die Ziege einzufangen.

Laut Mitteilung der Zuger Polizei konnte sich die Geiss nicht ausweisen - deshalb wurde sie auf den Hauptposten in Zug gebracht. Dort musste die Polizei improvisieren: «Schnell wurde ein Käfig - gewöhnlich für andere Insassen bestimmt - mit einem Eimer Wasser und Äpfeln ausgestattet, und fertig war der Ziegenstall», heisst es in der Mitteilung.

Vom Polizeiposten spazierten die Besitzerin und Geissbock Zorro wieder zurück. «Wir freuen uns über das glückliche Wiedersehen», sagt der Sprecher der Zuger Polizei Marcel Schlatter auf Anfrage. Ein juristisches Nachspiel habe die Besitzerin wegen des ausgerissenen Geissbocks nicht: «Für uns ist der Fall abgeschlossen», so Schlatter.

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