Walensee: Geister-Raststätte als Kulisse in Video-Clip
Aktualisiert

WalenseeGeister-Raststätte als Kulisse in Video-Clip

Die leerstehende Autobahnraststätte am Walensee ist in einem Video-Clip verewigt worden. Das Elektropop-Duo Lexs benutzte den Betonbau als Kulisse.

von
eli

Am Walensee gedreht: Der Clip zu «30 Days and 30 Nights» von Lexs.

«Wir hatten riesiges Glück», sagt Christoph Soltmannowski. Der 53-Jährige ist Regisseur des Clips zu «30 Days and 30 Nights», einem Song des Basler Elektropop-Duos Lexs. «Wenige Tage nachdem wir im Sommer dort gedreht hatten, wurde der Zugang zur Raststätte geschlossen.»

Der Clip ist eine Hommage an den Film «Reisender Krieger» des Bündner Regisseurs Christian Schocher, der unter Kennern Kult-Status geniesst. Im Film von 1981 lässt Schocher einen Handlungsreisenden mit seinem Citroen in einer Art modernen Odyssee durch die Schweiz ziehen. Dabei kommt er auch am Walensee vorbei.

Biker fuhren ins Bild

Soltmannowski lässt den Handlungsreisenden auferstehen und mit einem Citroen an den Walensee zurückkehren. «Wie bei Schocher war auch bei uns vieles Improvisation», erzählt der Regisseur. «Von den Szenen im Tunnel etwa mussten wir mehrere wegwerfen, weil uns Biker in die Quere gekommen sind.» Im Gegensatz zum Original lässt Soltmannowski seinen Odysseus von Sirenen verführen. Sie werden dargestellt von Zürcher Gymi-Schülerinnen.

Mit dem Ergebnis ist Soltmannowski zufrieden: «Gerne hätten wir den Clip auch Christian Schocher vorgeführt, doch hat er bislang kein Interesse gezeigt.»

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