Aktualisiert 12.03.2020 08:30

Coronavirus

Geisterflüge für die Quote – Swiss sperrt sich noch

Aus Angst vor dem Verlust der begehrten Start- und Landerechte führen Airlines sogenannte Geisterflüge durch. Die Swiss macht noch nicht mit.

von
fpo
1 / 15
Fast keine Passagiere auf einem Flug der Swiss von Zürich nach London am 10. März. Einige Fluglinien führen für die Quote bereits Geisterflüge durch.

Fast keine Passagiere auf einem Flug der Swiss von Zürich nach London am 10. März. Einige Fluglinien führen für die Quote bereits Geisterflüge durch.

Leser-Reporter
Die Swiss macht noch nicht mit, muss die Quote aber auch erfüllen. Den Fluggesellschaften entstehen durch die Ausfälle wegen des Coronavirus Milliardenschäden. Die Airlines reagieren mit unterschiedlichen Massnahmen. (Bild: Ricky Coll via Reuters)

Die Swiss macht noch nicht mit, muss die Quote aber auch erfüllen. Den Fluggesellschaften entstehen durch die Ausfälle wegen des Coronavirus Milliardenschäden. Die Airlines reagieren mit unterschiedlichen Massnahmen. (Bild: Ricky Coll via Reuters)

Weil die Geschäfte einbrechen, will die Austrian Airlines jetzt Kurzarbeit einzuführen.

Weil die Geschäfte einbrechen, will die Austrian Airlines jetzt Kurzarbeit einzuführen.

Roland Schlager

Fluggesellschaften haben wegen des Coronavirus zahlreiche Flüge gestrichen. Bei der Swiss sind es bis zu 50 Prozent. Es entstehen Milliardenschäden. Doch mit den gestrichenen Flügen stehen die Airlines vor einem weiteren Problem: Laut einer EU-Regel müssen sie mindestens 80 Prozent der Flüge in einer Saison durchführen. Ansonsten verlieren sie die begehrten Start- und Landerechte, die sogenannten Slots.

Nur um die Quote zu erfüllen, führen einige Fluggesellschaften bereits «Geisterflüge» durch, wie die britische ««Times»» schreibt. Ohne Passagiere, aber dennoch mit hohem Kerosinverbrauch und ohne wirtschaftlichen Nutzen. Die Swiss macht dieses Spiel noch nicht mit, obwohl auch sie die Quote erfüllen muss, wie ein Sprecher gegenüber der «Luzerner Zeitung» sagt.

Die Branche will nun, dass die Quote von 80 Prozent zumindest bis Ende Juni nicht mehr erfüllt werden muss. Die europäische Vereinigung der Slot-Koordinatoren beantragte am Sonntag eine entsprechende Aussetzung der Regel bei der zuständigen EU-Kommission, wie Peter Dellenbach von der Schweizer Slot Coordination in dem Bericht sagt. In den nächsten Tagen soll die Entscheidung der Kommission fallen. Laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt gab es solche Ausnahmen etwa schon bei der Sars- und der Bankenkrise.

Bleiben Sie über Wirtschaftsthemen informiert

Wenn Sie die Benachrichtigungen des Wirtschaftskanals abonnieren, bleiben Sie stets top informiert über die Entwicklungen der Business-Welt. Erfahren Sie dank des Dienstes zuerst, welcher Boss mit dem Rücken zur Wand steht oder ob Ihr Job bald durch einen Roboter erledigt wird. Abonnieren Sie hier den Wirtschafts-Push (funktioniert nur in der App)!

Social Media

Sie finden uns übrigens auch auf Facebook, Instagram und Twitter!

Fehler gefunden?Jetzt melden.