Aktualisiert 27.01.2018 15:12

Polizei intervenierteGeistig Verwirrter wollte Trump in Davos angreifen

Ein psychisch kranker Mann hat in Davos von seinen Plänen erzählt, US-Präsident Donald Trump zu töten. Die Polizei zog ihn aus dem Verkehr.

von
Marco Lüssi
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Schlangestehen um Donald Trump zu sehen und zu hören.

Schlangestehen um Donald Trump zu sehen und zu hören.

Gian Ehrenzeller
Nicht allen geht es um den grössten Deal. Greenpeace projiziert «Justice for People and Planet» (Gerechtigkeit für die Menschen und den Planeten) auf den Davoser Wald.

Nicht allen geht es um den grössten Deal. Greenpeace projiziert «Justice for People and Planet» (Gerechtigkeit für die Menschen und den Planeten) auf den Davoser Wald.

AFP/Fabrice Coffrini
Nachts bemerkt man vom Rummel dieser Tage in Davos nichts mehr.

Nachts bemerkt man vom Rummel dieser Tage in Davos nichts mehr.

AFP/Fabrice Coffrini

Ein Schweizer (32) aus dem Kanton St. Gallen hat während des WEF in Davos die Polizei auf Trab gehalten. Gemäss Informationen von 20 Minuten fiel der Mann auf, als er in der Nacht auf Donnerstag in der Davoser Pianobar davon erzählte, US-Präsident Donald Trump töten zu wollen. Ein anderer Gast der Bar, der dies hörte, alarmierte die Polizei. Diese überprüfte den Mann– und liess ihn wieder gehen.

Am Freitag landete der 32-Jährige dann aufgrund seines Vollrausches in der Notaufnahme des Davoser Spitals. Dem Spitalpersonal berichtete er dort er erneut von seinen Plänen, Trump anzugreifen. Wieder wurde die Polizei eingeschaltet. Die Konsequenz: Der Mann wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht.

«Keine Gefahr für Drittpersonen»

Roman Rüegg, Sprecher der Kantonspolizei Graubünden, sagt zu 20 Minuten, man sei am frühen Donnerstagmorgen informiert worden, dass eine Person Drohungen gegenüber dem in Davos anwesenden US-Präsidenten äussere.

«Es handelte sich um einen geistig verwirrten Mann, von dem zu keine Zeitpunkt eine Gefahr für Drittpersonen ausging.» Nach der polizeilichen Überprüfung habe er wieder seines Weges gehen können. Der Polizei gegenüber habe der Mann keine Anschlagsabsichten geäussert.

Er trug einen gestohlenen WEF-Ausweis auf sich

Am Freitag habe man dann erfahren, dass der Mann sich im Spital Davos aufhalte und über einen gestohlenen WEF-Ausweis verfüge. Es könne aber ausgeschlossen werden, dass er damit Zutritt in die Räumlichkeiten des WEF gehabt hätte. Der Mann sei von einem Arzt in eine psychiatrische Heilstätte eingewiesen worden.Von ihm sei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für den US-Präsidenten ausgegangen.

«Ausgezeichnete Arbeit» der Soldaten am WEF

Die Schweizer Armee zieht eine positive Bilanz ihres Einsatzes am WEF. Es habe weder sicherheitsrelevante Zwischenfälle noch gravierende Unfälle gegeben, teilte die Armee am Samstag mit. Durchschnittlich standen rund 4400 Milizangehörige der Armee seit dem 19. Januar 2018 zu Gunsten des Kantons Graubünden im Assistenzdienst. Am Samstag wurde die Truppe von den zivilen Behörden vom Auftrag entbunden und der eingeschränkte Luftraum ist wieder freigegeben.

Regierungsrat Christian Rathgeb, Sicherheitsvorsteher des Kantons Graubünden, sagt: «Die Armee hat bei schwierigen äusseren Bedingungen und sehr viel Schnee einen ausgezeichneten Einsatz geleistet – wir sind rundum zufrieden.» Korpskommandant Aldo Schellenberg, Kommandant des subsidiären Sicherungseinsatzes der Armee: «Unsere Soldaten haben ausgezeichnet gearbeitet. Sie waren konzentriert bei der Sache und haben mit Kopf und Herz die Leistungsfähigkeit unserer Milizarmee jederzeit bewiesen.»

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