Brainfood: Geistige Fitness durch gezielte Ernährung
Aktualisiert

BrainfoodGeistige Fitness durch gezielte Ernährung

«Wer sich falsch ernährt, erbringt auch geistig keine Höchstleistungen», ist Lebensmittelingenieurin Marianne Botta überzeugt. Im Interview verrät sie, worauf man achten muss.

von
Lena Berger

Wenn ich morgen Nachmittag eine Prüfung habe – was muss ich essen um mein Gehirn optimal darauf vorzubereiten?

Marianne Botta: Zum Frühstück empfehle ich Birchermüsli oder Vollkornbrot mit Hüttenkäse. Das Mittagessen sollte nicht zu kohlenhydratlastig sein – ­ideal ist ein Salatteller mit einem grillierten Schnitzel und einem Vollkornbrötchen.

Warum sollten die Kohlenhydrate rationiert werden?

Raffiniertes Getreide jagt den Insulinspiegel hoch – und wenn dieser wieder absinkt, führt dies zu Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

Macht es Sinn, Zwischenmahlzeiten an die Prüfung mitzunehmen?

Eine Wasserflasche und Studenten­futter sollten unbedingt dabei sein. Ansonsten rate ich zu Kaugummi: Durch die Bewegung wird die Hirndurch­blutung nämlich um rund 15 Prozent ­gesteigert.

Stimmt es, dass sich auch Kaffee positiv auf die Hirnleistung auswirkt?

Kaffee erhöht tatsächlich die Konzentrationsfähigkeit. Wer sich diesen Effekt zunutze machen möchte, sollte eine ­halbe Stunde vor der Prüfung eine Tasse trinken.

Und worauf sollte man im Alltag achten?

Um einem Eisenmangel vorzubeugen sollten vor allem Vegetarierinnen dreimal in der Woche Eier und Orangensaft zu sich nehmen. Das Eisen brauchen wir für die Produktion roter Blutkörperchen, die wiederum für die Sauerstoffversorgung des Gehirns verantwortlich sind.

Brainfood im Park Hyatt Zürich

Marianne Botta hat – zusammen mit Hyatt- Küchendirektor Frank Widmer – ein spezielles Brainfood-Ernährungskonzept für Tagungen entwickelt. Damit die Teilnehmer den ganzen Tag fit und leistungsfähig bleiben, bietet das Park Hyatt Zürich neu leichte und konzentrationsfördernde Verpflegung an. (zurich.park.hyatt.ch)

Deine Meinung