Aktualisiert 14.07.2009 10:21

WirtschaftskriseGeithner sieht Licht am Ende des Tunnels

Die Massnahmen gegen die globale Wirtschaftskrise beginnen nach den Worten von US-Finanzminister Timothy Geithner zu greifen. Die Wucht der weltweiten Rezession lasse nach. Die Weltwirtschaft stehe jedoch immer noch vor grossen Herausforderungen.

Es werde noch eine «beachtliche Zeit» brauchen, die Weltwirtschaft wieder zurück auf den Pfad eines nachhaltigen Wachstums zu bringen, sagte Geithner laut Redetext am Dienstag vor der Handelskammer in Dschidda in Saudi-Arabien.

Eine Erholung hänge vor allem von der Stabilisierung des US-Finanzsystems ab, sagte Geithner. «Ohne die Wiederherstellung der Institutionen und Märkte, die für die Kreditversorgung entscheidend sind, ist keine Erholung möglich.»

Wegen der Bedeutung des Dollars im internationalen Finanzsystem und der US-Wirtschaft für das globale konjunkturelle Umfeld trügen die USA eine besondere Verantwortung.

Schneller als erwartet

In den USA sei bereits eine gewisse Erholung von Geschäftsklima und Konsumentenvertrauen spürbar. Auch auf den Kreditmärkten verbessere sich die Lage. «Diese Fortschritte sind substanzieller und wurden schneller erzielt, als dies viele von uns erwartet haben, als wir die Programme im Dezember und Januar anlegten», sagte Geithner.

Das auf zwei Jahre ausgelegte 787 Milliarden Dollar schwere US-Konjunkturprogramm werde seine grösste Wirkung in den kommenden sechs Monaten entfalten. Sobald die Erholung eingesetzt habe, würden die USA die aussergewöhnlichen Massnahmen zurücknehmen und das Haushaltsdefizit wieder in den Griff bekommen. (sda)

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